Malte Amundsen verlässt Eintracht Braunschweig

Braunschweig.  Mit dem Dänen Malte Amundsen verlässt ein Gesicht des Neuanfangs unter Ex-Trainer Henrik Pedersen Eintracht Braunschweig.

Malte Amundsen im Testspiel gegen den HSV am 7. September 2018.

Malte Amundsen im Testspiel gegen den HSV am 7. September 2018.

Foto: Susanne Hübner

Im Sommer, als Eintracht Braunschweig unter Trainer Henrik Pedersen trotz des Zweitliga-Abstieg optimistisch und zuversichtlich in die 3. Fußball-Liga gestartet war, gehörte er zu den jungen Himmelstürmern, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft machten. Schnell, spielfreudig und unbekümmert ­ – so präsentierte sich Malte Amundsen in seinen ersten Spielen für die Blau-Gelben. Und unter Landsmann Pedersen war der junge Däne auch gesetzt. Doch nach dem vielversprechenden Start folgte nun das abrupte Ende der Zusammenarbeit. Der 20-jährige Linksverteidiger hat Braunschweig vorzeitig verlassen und wechselt zum dänischen Erstligisten Vejle Boldklub.

Eigentlich war Amundsen vom norwegischen Erstligisten Rosenborg BK bis zum Saisonende ausgeliehen. Das Geschäft machte für die Norweger aber nur Sinn, wenn der Abwehrspieler auch regelmäßig spielt. Doch nachdem bei den Braunschweigern auf der Trainerposition André Schubert auf Pedersen folgte, hatten sich die Einsatzchancen für das Talent deutlich verschlechtert. Schubert hält zwar ebenfalls große Stücke auf die Fähigkeiten des Dänen, bemängelte zuletzt aber immer wieder dessen taktische Naivität. Etwas, was sich die Löwen im Abstiegskampf der 3. Liga nicht erlauben können. Im ersten Spiel unter Schubert im Oktober bei 1860 München stand Amundsen noch in der Startelf. Danach kam er nur noch sporadisch zum Einsatz. Daher wollten Rosenborg und der Spieler eine Veränderung. Schubert willigte ein. Bei Vejle unterschrieb Amundsen nun einen Vertrag bis zum Sommer 2022.

Damit ist von der starken Dänen-Fraktion, die es unter Pedersen mit Amundsen, Frederik Tingager und Jonas Thorsen gab, nur noch Letzterer im Eintracht-Kader übrig. Auch Thorsen war ein Wunschspieler des ehemaligen Trainers und hat unter Schubert um seinen Platz im Team zu kämpfen. Doch einem möglichen Wechsel des Mittelfeldspielers schiebt Schubert entschieden einen Riegel vor. „Das ist kein Thema“, sagte der Coach am Ende des Trainingslagers in Belek.

Trotzdem muss bei Eintracht auf der Seite der Abgänge noch einiges passieren. Die vom Training freigestellten Lukas Kruse, Gustav Valsvik, Mergim Fejzullahu und Ivan Franjic sind alle noch auf der Suche nach einem neuen Klub. Vor allem die beiden Letztgenannten haben bei Eintracht eine ähnliche Entwicklung genommen wie Amundsen. Zu Beginn unter Pedersen standen sie mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit für den Neuanfang bei den Blau-Gelben. Doch unter Schubert kamen Fejzullahu und Franjic kaum noch zum Zug. Anders als Amundsen kamen bei ihnen auch noch Einstellungsprobleme hinzu, weshalb sie bereits jetzt nicht mehr dem Profikader angehören. Auch für Valsvik wird es keine Rückkehr geben. Der Norweger sollte aufgrund seiner Vita eigentlich keine Probleme haben, einen Verein zu finden, trotzdem zieht sich die Angelegenheit. Das liegt auch daran, dass Eintracht für den Innenverteidiger eine Ablöse kassieren möchte. 800.000 Euro hatte die Löwen mal für den Abwehrspieler auf den Tisch gelegt. Zumindest ein Teil davon soll durch einen Verkauf wieder reingeholt werden.

Mit dem Geld könnte man sich weiter verstärken. Unter anderem soll Eintracht nach Informationen des Westfalen Blatt an Paderborns Mittelfeldspieler Massih Wassey interessiert sein.

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