Auf Marc Pfitzners Nervenstärke ist Verlass

Lotte.   Per Elfmeter hat Marc Pfitzner den Sieg der Eintracht in Lotte gesichert. Auch die Kollegen sind begeistert von der Nervenstärke des Routiniers.

Marc Pfitzner kommt in dieser Szene als Erster an den Ball.

Marc Pfitzner kommt in dieser Szene als Erster an den Ball.

Foto: imago / osnapix

Auf Marc Pfitzner kann man sich bei Eintracht Braunschweig in diesen Wochen wirklich verlassen. Nicht nur, dass der 34-Jährige beim 1:0 (0:0)-Erfolg in Lotte gestern erneut eine starke kämpferische Leistung im zentralen Mittelfeld der Löwen ablieferte. Mit seinem verwandelten Elfmeter war der Routinier auch erneut der Sieggarant der Blau-Gelben. Bereits im vergangenen Heimspiel gegen Meppen hatte er doppelt vom Punkt getroffen. Und auch das 2:2 gegen Würzburg stellte der Publikumsliebling per Elfmeter sicher. Das 1:0-Siegtor in Lotte war Pfitzners vierter verwandelter Elfmeter in vier Spielen.

„Ich überlege mir vor der Ausführung immer, wie ich den Elfmeter schieße und versuche, mich nicht verrückt zu machen. Heute habe ich den Ball platziert in die Ecke geschossen. Ich habe nichts dagegen, wenn wir weiter Elfmeter bekommen und ich treffe“, sagte Pfitzner zu seiner Strafstoßserie.

„Es war heute das erste Mal, dass der Torwart in die richtige Ecke gesprungen ist. Aber selbst das reicht nicht bei ihm. Marc macht das einfach sehr gut, die Dinger sind mit großer Sicherheit drin“, lobt Rechtsverteidiger Benjamin Kessel die Nervenstärke seines Freundes. Dennoch sollten sich die Braunschweiger nicht zu sehr darauf verlassen. Erstens, weil auch ein Marc Pfitzner mal vom Punkt scheitern kann. Immerhin hatte Lottes Schlussmann Steve Kroll die Ecke geahnt. Viel hätte nicht gefehlt, dann hätte er Pfitzners Schuss pariert.

Zweitens wären ein paar mehr Tore aus dem Spiel heraus bei der Eintracht auch nicht schlecht. „Die Chancen dafür hatten wir“, merkte auch Trainer André Schubert an. Und drittens müssen die Blau-Gelben im nächsten Spiel zu Hause gegen 1860 München auf Pfitzner verzichten. Der Routinier sah in Lotte seine fünfte Gelbe Karte. „Das ärgert mich ein bisschen. Ich wäre gerne gegen 1860 dabei gewesen“, sagt der Mittelfeldspieler.

Trotzdem überwog auch bei ihm die Freude über den nächsten Sieg der Blau-Gelben. Dennoch bleibt der Kampf um den Klassenerhalt eine enge Angelegenheit, da auch Großaspach siegte. Eintrachts Spieler wissen, dass sie nicht nachlassen dürfen und am besten mit einem weiteren Erfolg gegen 1860 nachlegen. Diesmal eben ohne einen verwandelten Elfmeter von Pfitzner.

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