3:3 - Düker rettet Eintracht einen Punkt gegen Münster

Braunschweig  Was für eine Aufholjagd. Trotz zwei Toren Rückstand erkämpft sich die Eintracht in einer leidenschaftlichen Partie mit einem 3:3 (1:2) einen Punkt.

Braunschweigs Manuel Janzer während der Fußball-Partie in der 3. Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Braunschweig und SC Preußen Münster.

Braunschweigs Manuel Janzer während der Fußball-Partie in der 3. Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Braunschweig und SC Preußen Münster.

Foto: Philipp Ziebart/BestPixels.de

Die Braunschweiger zeigten in diesem spektakulären Spiel ganz viel Moral. Sie kämpften bis zum Schluss, erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten und waren auch dreimal erfolgreich. Doch Münster zeigte sich vor dem Tor effektiver und führte deshalb lange. Aber Eintracht gab nicht auf und schaffte durch ein Tor des eingewechselten Julius Düker in der Nachspielzeit noch den verdienten Ausgleich. Ein Punkt für die Moral sowie für das Ziel Klassenerhalt.

Lob von Trainer André Schubert

„Wenn man 0:2 und 1:3 zurückliegt und kurz vor Schluss den Ausgleich schafft, ist das glücklich. Aber die Mannschaft hat Moral gezeigt“, lobte Trainer André Schubert sein Team. Das hatte zunächst den besseren Start erwischt und besaß drei Chancen, um in Führung zu gehen. Doch weder Benjamin Kessel (3.), noch Philipp Hofmann (6.) oder Leandro Putaro (9.) brachten den Ball im Gästetor unter. Am wenigsten fehlte bei Hofmann. Der Stürmer schob den Ball nach Vorarbeit von Marcel Bär aus wenigen Metern am Tor vorbei. Die Führung wäre für Eintracht zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient gewesen.

Schubert hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 3:0-Auswärtssieg gegen Uerdingen nur auf einer Position verändert. Nils Rütten kam für Robin Becker, der wegen einer angeblichen Beleidigung gegen einen Spieler von 1860 München nachträglich für fünf Wochen gesperrt wurde. Die Teamkollegen solidarisierten sich wegen des umstrittenen DFB-Urteils noch einmal deutlich mit dem Innenverteidiger. Beim Einlauf ins Stadion hatten sie Auflaufshirts mit dem Aufdruck „Für Eintracht Für Vielfalt Für Robin“ an.

Doch nach dem guten Start ließ der Elan der Hausherren etwas nach. Münster kam immer besser in die Partie und zeigte seine spielerischen Fähigkeiten. Durch eine Ecke gingen die Gäste in Führung. Rufat Dadashov verlängerte die Hereingabe per Kopf auf den zweiten Pfosten, wo Simon Scherder völlig frei stand und den Ball in die Maschen hämmerte (28.). Und nur vier Minuten später legten die Preußen den zweiten Treffer nach. Diesmal verwertete Martin Kobylanski ein tolles Zuspiel von Dadashov.

Aber Eintracht fand eine schnelle Antwort. Manuel Janzer besaß nach einem starken Solo an der Strafraumkante den Blick für Kessel. Der Rechtsverteidiger zog trocken ab – 1:2 (34.). Es war wieder alles offen. Und Eintracht machte nach dem Anschlusstreffer Druck. Die beste Chance zum Ausgleich verpasste Janzer, als er den Ball nach einer scharfen Hereingabe in den Fünfmeterraum nicht kontrollieren konnte (45.).

Das Eintracht-Stadion stand Kopf

Nach dem Seitenwechsel hatte Bär die nächste Chance für die Blau-Gelben (48.), doch wenig später folgte die kalte Dusche für die Gastgeber. Kobylanski zirkelte einen Freistoß von außen zum 3:1 für Münster ins hintere Toreck (57.). Eintrachts Keeper Jasmin Fejzic streckte sich vergeblich.

Schubert reagierte, brachte mit Felix Burmeister und Mike Feigenspan zwei frische Kräfte. Den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte aber nicht Offensivmann Feigenspan sondern Abwehrspieler Burmeister. Er hatte sich bei einer Ecke mit nach vorne geschlichen und mit einem Schuss aus der Drehung flach ins Eck abgeschlossen.

Das Eintracht-Stadion stand nun Kopf, die Heimzuschauer trieben ihr Team in der Schlussphase nach vorne. Und die Löwen bissen auf die Zähne und zeigten einen leidenschaftlichen Kampf. In der 85. Minute besaß der kurz zuvor eingewechselte Düker bereits die Chance zum Ausgleich, verpasste den Ball aber mit dem Fuß knapp. In der Nachspielzeit war er dann aber nach einer Ecke von Niko Kijewski per Kopf zur Stelle und rettete mit dem 3:3 seiner Mannschaft einen verdienten Punkt.

Spiel kompakt

  • Eintracht Braunschweig: Fejzic – Nkansah, Rütten (64. Burmeister), Kijewski – Kessel, Fürstner, Pfitzner, Putaro (79. Düker) – Janzer (64. Feigenspan) – Bär, Hofmann.
  • Preußen Münster: Schulze-Niehues – Menig, Kittner, Scherder, Heidemann – Braun-Schumacher – Heinrich (76. Rühle), Klingenburg, Rodrigues Pires (70. Müller) – Dadashov, Kobylanski (76. Schweers).
  • Tore: 0:1 Scherder (28.), 0:2 Kobylanski (32.), 1:2 Kessel (34.), 1:3 Kobylanski, 2:3 Burmeister (69.), 3:3 Düker (90.+2.).
  • Zuschauer: 19570.
  • Schiedsrichter: Pascal Müller (Löchgau).
  • Gelbe Karten: Nkansah, Pfitzner/ Kittner, Menig, Schulze-Niehues.
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