Eintracht ist bei Gegentoren zu schläfrig

Braunschweig.  Für die Spieler von Eintracht Braunschweig fühlt sich das 2:2 gegen den 1. FC Magdeburg wie eine Niederlage an.

Ausgepumpt und enttäuscht: Benjamin Kessel.

Ausgepumpt und enttäuscht: Benjamin Kessel.

Foto: Florian Kleinschmidt / BestPixels.de

Niko Kijewski sprach aus, was wohl alle Eintracht-Profis nach dem 2:2 (0:0) in der Fußball-Drittligapartie gegen den 1. FC Magdeburg empfanden. „Das Spiel fühlt sich wie eine Niederlage an. Es ist brutal bitter und darf uns so nicht passieren“, sagte der Linksverteidiger. Länger als eine Stunde hatte Eintracht vor 23.100 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Hamburger Straße nach dem Platzverweis für Sirlord Conteh in Überzahl gespielt, nach der zweiten roten Karte gegen Thore Jacobson sowie Gelb-Rot für Routinier Marc Pfitzner 40 Minuten gegen nur noch neun Magdeburger.

Zweimal war Eintracht in Führung gegangen, zweimal glichen die Gäste im Gegenzug aus. „Vielleicht ist man nach einem Tor zu zufrieden“, sagte Eintracht-Trainer Marco Antwerpen auf der Suche nach den Gründen für die Aussetzer. „Bei den Gegentoren waren wir nicht wach genug. Beim ersten läuft der Gegenspieler mir im Rücken weg“, gab Robin Ziegele selbstkritisch zu. FCM-Torjäger Christian Beck nahm die Chance dankend an. „Wir wissen, dass Beck nicht viele Chancen braucht“, ärgerte sich Kijewski. Auch beim zweiten Magdeburger Treffer leistete Eintracht Hilfestellung. Bei Becks Kopfballablage verlor Felix Burmeister Björn Rother aus den Augen, und der Mittelfeldspieler drückte den Ball über die Linie. „Wenn du gegen einen tief stehenden Gegner in Führung gehst, dann musst du das auch länger verteidigen. Das war heute unser großes Problem. Wie wir uns vor den Gegentoren verhalten, war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, kritisierte Antwerpen.

Mit der Leistung seiner Mannschaft durfte der Coach – abgesehen von den Aussetzern bei beiden Gegentreffern – zufrieden sein. „Wir hatten viel Ballbesitz und haben den Ball gut laufen lassen. Fußballerisch war es eines der besseren Spiele, und das müssen wir mitnehmen“, stellte Kijewski fest.

„Das Stadion hat gebrannt, und es war eine geile Kulisse. Es ist bitter, dass wir keine drei Punkte geholt haben, um den Fans ein kleines Geschenk zu machen“, erklärte Marcel Bär nach dem turbulenten Spiel. „Wir wollen uns weiter so präsentieren, und dann werden die Ergebnisse auch so kommen, wie wir uns die vorstellen“, nannte Antwerpen die Vorgabe für die Zeit nach der Winterpause.

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