Nur ein Sieg hilft den Basketball Löwen aus der Krise

Braunschweig.  Ausreden gibt es nicht mehr: Die Basketball Löwen müssen in Bonn gewinnen, sonst könnte es für Trainer Pete Strobl eng werden.

Scott Eatherton und seine Kollegen sind gefordert. In Bonn hilft ihnen nur ein Sieg aus der Krise.

Scott Eatherton und seine Kollegen sind gefordert. In Bonn hilft ihnen nur ein Sieg aus der Krise.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Bei den Basketball Löwen wissen alle, was die Stunde geschlagen hat. Nur ein Sieg in Bonn kann den Braunschweiger Bundesligisten vor einer echten Trainerdiskussion bewahren. Wenn der Mannschaft um Kapitän Thomas Klepeisz am heutigen Freitag (19 Uhr) bei den ebenfalls kriselnden Rheinländern kein Sieg gelingt, könnte es für Trainer Pete Strobl eng werden.

Bereits nach der jüngsten Niederlage in Würzburg hatte es im Fanlager der Löwen die ersten Stimmen gegeben, die eine Änderung auf der Trainerposition wünschen. Sportdirektor Sebastian Schmidt gibt zu, dass die Situation mit acht Niederlagen in den vergangenen neun Spielen „sehr unbefriedigend“ sei. Er ist aber zuversichtlich, dass in Bonn die Wende gelingt. „Wenn wir unser Spiel wie zu Saisonbeginn durchziehen und die Dinge umsetzen, die wir uns vorgenommen haben, werden wir auch erfolgreich sein“, meint er. Dafür sei aber auch eine „entsprechende Reaktion“ der Mannschaft nötig. „Jeder Spieler hat verstanden, worum es geht. Jedem ist die Situation klar“, sagt Schmidt. Manchmal ist aber gerade dann die Umsetzung besonders schwierig. Deshalb macht der Sportdirektor auch deutlich: „Wir haben viel mit den Spielern geredet, aber auch nicht zu viel.“ Ansonsten würde die Gefahr bestehen, dass das Team zu sehr verkrampfe.

Und genau das wollen die Löwen vermeiden. Denn auch die Bonner stehen als Tabellenvorletzter massiv unter Druck und wollen sich mit einem Sieg gegen die Braunschweiger etwas Luft verschaffen. Dafür haben sie kurz vor der Partie gegen die Löwen noch einmal auf dem Spielermarkt zugeschlagen. Mit Alec Brown und Rückkehrer Eugene Lawrence wurde kurzfristig nachgerüstet. Brown feierte bereits bei der 73:85-Niederlage in Ulm seinen Einstand, Lawrence wurde erst am Mittwoch verpflichtet. „Dass die Bonner vor dem Spiel gegen uns noch etwas machen, ist keine Überraschung“, erklärt Schmidt. Groß tangieren würde die Löwen das jedoch nicht. „Wir müssen uns auf uns fokussieren“, fordert der Sportdirektor.

Denn vor allem in der Verteidigung gibt es bei den Braunschweigern genug Ansätze, was sie besser machen können. Die Atmosphäre sei trotz der letzten Ergebnisse aber gut, betont Trainer Strobl. „Die Jungs zeigen, dass sie eine gute Gruppe sind – alle hängen sich voll rein.“ Hoffentlich auch in Bonn, sonst könnte es sein letztes Spiel als Löwen-Coach gewesen sein.

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