Basketball Löwen puzzeln an ihrem Kader

Braunschweig.  Den Braunschweiger Basketballern fehlen noch zwei Import-Spieler. Die gesuchten Akteure sind eher auf den Guard-Positionen zu Hause.

Im Testspiel gegen Göttingen fehlte der 2,03 Meter große Lukas Meisner mit Kniebeschwerden.

Im Testspiel gegen Göttingen fehlte der 2,03 Meter große Lukas Meisner mit Kniebeschwerden.

Foto: Susanne Hübner, Susanne Huebner via www.imago-images.de / imago images/Hübner

Während die meisten Vereine der Basketball--Bundesliga ihre Mannschaften bereits weitgehend komplettiert haben, klafft im Löwen-Kader noch immer ein großes Loch. Erst zwei von vier angepeilten ausländischen Spielern wurden bislang unter Vertrag genommen – und es klingt beinahe so, als könnte sich die Suche nach den beiden noch zu verpflichtenden Leistungsträgern, die voraussichtlich die Guard-Positionen bekleiden sollen, noch ein Weilchen hinziehen.

In einem längeren Interview auf der Vereins-Website hat Oliver Braun, der Geschäftsführer und Sportdirektor der Löwen, nun zu der verspäteten Vervollständigung des Kader-Puzzles Stellung bezogen. „Das war natürlich ganz anders geplant, im Idealfall wollten wir jetzt vollständig sein“, erklärt Braun, der andeutet, dass auch die bisherigen Testspiele – ein knapper Sieg in Göttingen und eine deutliche Niederlage in Oldenburg – noch relativ wenig Aussagekraft haben: „Grundsätzlich ist eine Analyse von Stärken und Schwächen gegenwärtig nicht einfach, weil wir eben noch nicht wissen, wie der Kader mit vollständiger Rotation funktioniert und unsere Trainingsqualität logischerweise noch nicht das Niveau eines kompletten Kaders erreichen konnte.“

Zusätzlich zu den noch fehlenden Import-Profis mussten die Löwen in den Testspielen auch auf angeschlagene Spieler verzichten. Gegen Göttingen fehlte etwa Power Forward Lukas Meisner, Martin Peterka, ebenfalls ein neu verpflichteter „Big Man“, musste wegen eines Muskelfaserrisses gar in beiden Partien pausieren. Gerade auf den großen Positionen, wo die Löwen nach dem Verlust ihres Allstar-Centers Scott Eatherton ohnehin dünn besetzt sind, waren sie also auch noch zusätzlich dezimiert.

Auf die Wahl der noch ausstehenden Neuzugänge wird sich diese Erfahrung aber nicht zwangsläufig auswirken. „Wir denken natürlich drüber nach und analysieren genau, was wir noch brauchen“, betont Braun, der aber auch klarstellt: „Der Fokus wird sicherlich auf den Guard-Positionen liegen. Denn die BBL ist eine Guard-orientierte Liga.“ Durch den Ansatz, mit nur vier von sechs möglichen Importen in die Saison zu starten, halte man sich aber die Möglichkeit offen, nötigenfalls im Saisonverlauf am Brett noch einmal nachzurüsten.

Beim ersten Heimtest am Sonntag gegen Oldenburg, der ohne Zuschauer ausgetragen wird, werden die letzten Neuzugänge gewiss noch nicht dabei sein. Dafür stehen die Chancen gut, dass Löwen-Trainer Pete Strobl erstmals den Tschechen Peterka in Aktion sehen wird.

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