Deutsche Skirennfahrer bei Kombination in Wengen raus

Wengen  Bei der Kombination von Wengen sind die deutschen Ski-Asse leer ausgegangen. Sie können das verkraften, lag der Fokus in der Schweiz doch auf einem ganz anderen Rennen. Einem Österreicher gelang indes ein kleiner Coup.

Thomas Dreßen nutzte die Kombinations-Abfahrt in Wengen als Training.

Thomas Dreßen nutzte die Kombinations-Abfahrt in Wengen als Training.

Foto: dpa

Deutschlands Skirennfahrer haben zum Auftakt des Klassiker-Wochenendes von Wengen eine Nullnummer hingelegt. Bei der Alpinen Kombination in der Schweiz kamen weder Thomas Dreßen noch Josef Ferstl oder Romed Baumann in die Wertung.

Dreßen und Baumann waren schon in der Abfahrt am Morgen ausgeschieden. Ferstl erreichte zwar das Ziel, verzichtete aber auf einen Start im entscheidenden Slalom. Er und Dreßen hatten den Torlauf allerdings gar nicht eingeplant. Sie nutzten den Tag als zusätzliches Training für die Spezial-Abfahrt am Samstag (12.30 Uhr/ZDF und Eurosport).

Der Sieg im Berner Oberland ging überraschend an den Österreicher Matthias Mayer, der Schnellster der Abfahrt war und seinen Vorsprung im Slalom auf den Technik-Spezialisten Alexis Pinturault (+0,07 Sekunden) rettete. Dritter wurde dessen französischer Teamkollege Victor Muffat-Jeandet (+0,67). Der zweimalige Olympiasieger und Speed-Spezialist Mayer erreichte sein erstes Kombinations-Podest.

Dreßen, der nach seiner schweren Knieverletzung in diesem Winter sein Comeback gab, sorgte mit einem Fahrfehler und dem Ausfall ganz kurz vor dem Ziel für eine Schrecksekunde. "Ihr könnt mir glauben, ich habe es im Griff gehabt", beschwichtigte er. "Für mich war das heute nichts anderes als ein drittes Training." Der Fokus des 26-Jährigen liegt auf der legendären Lauberhorn-Abfahrt am Samstag.

Baumann wollte eigentlich in der Kombination Punkte sammeln, patzte dann aber schon gleich nach dem Start und kam sogar ganz zum Stehen. "Das war ein kurzer Auftritt", sagte er, "es ist richtig in die Hose gegangen". Er fuhr zwar weiter, verpasste im Finish aber ein Tor. Der 34 Jahre alte Routinier, der im Sommer vom österreichischen zum deutschen Team wechselte, war von einem Infekt geschwächt. Schon im Vorjahr war kein Deutscher bei der Wengen-Kombi gewertet worden.

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