Eintrachts Hockey-Frauen ärgern Favoriten nur kurz

Braunschweig.  Die Zweitliga-Hockeyfrauen von Eintracht Braunschweig gehen gegen Spitzenteam Club Raffelberg sogar in Führung. Der Einbruch danach überraschte.

Kia Curland (am Ball) und Antonia Osterland spielen sich durch.

Kia Curland (am Ball) und Antonia Osterland spielen sich durch.

Foto: Bernward Comes

Mindestens fünfzehn Minuten lang sah es so aus, als könnten die Feldhockey-Frauen von Eintracht Braunschweig dem Zweitliga-Tabellenführer aus Duisburg den Zahn ziehen. Dann aber demonstrierte der Club Raffelberg zwei Viertel lang seine Überlegenheit – und gewann die Partie auf dem Hockey-Platz am Eintracht-Stadion mit 3:1 (2:1).

Eintracht Braunschweig: Einstudierte Variante bringt Führung gegen Raffelberg

„Wir haben mit dem Tabellenführer richtig gut mitgehalten. Gerade das erste und das letzte Viertel waren stark“, zog Dinah Fröhlich trotz Niederlage ein positives Fazit. Die Abwehrspielerin war es, die nach neun Minuten mit der Hereingabe einer kurzen Ecke das 1:0 für die Eintracht einleitete. Was folgte, war eine sehenswerte Kombination über mehrere Kontakte, ehe Laura Drees, Fröhlichs Kollegin in der Innenverteidigung, zur Führung einschob. „Die haben wir trainiert, genau so sollte das aussehen“, kommentierte Fröhlich die „wunderschöne Ecke“. Und auch Eintracht-Trainer Andreas Dolge genoss die „genial herausgespielte“ Variante: „Da freut man sich als Trainer, weil wir das üben, üben, üben.“

Der Treffer war zu diesem Zeitpunkt verdient. Der Liga-Primus hatte sich bis dahin ins Halbfeld zurückgezogen und den Gegner kommen lassen, was die Löwinnen für einige vielversprechende Angriffe nutzten. Nach der ersten Viertelpause wirkten die Gäste vom Rhein allerdings wie ausgewechselt, zeigten ihre spielerische Überlegenheit in sehenswerten Kombinationen und schönen Solo-Läufen. Allen voran die Junioren-Nationalspielerinnen Sophia Schwabe und Lilien Reichert, die sich auch in die Torschützenliste eintragen durften, wirbelten die Abwehr des Tabellenvierten nun 30 Minuten lang gehörig durcheinander. „Ich weiß nicht, woher da unsere Unsicherheit kam“, haderte Fröhlich mit dieser langen Schwächephase.

Eintracht Braunschweigs Coach sieht Leistung, auf die sich aufbauen lässt

Zwei Minuten vor der Halbzeit hatten die Gäste das 1:0 bereits in ein 1:2 verwandelt, eine Minute später verhinderte Eintracht-Torhüterin Victoria Wiedermann mit einer reaktionsstarken Parade beim Siebenmeter Schlimmeres. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn fiel dann aber doch das 1:3. Erst im Schlussviertel wurden die Braunschweigerinnen wieder wach, erspielten sich Chancen und Ecken, die allerdings fruchtlos blieben. „Ich bin trotzdem zufrieden mit der Mannschaft“, betonte Dolge nach Spielende. „Das war eine gute Leistung, da kann man drauf aufbauen.“

Tore: 1:0 Drees (KE, 10.), 1:1 Maertens (20.), 1:2 Reichert (28.), 1:3 Schwabe (33.).

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