Die G-Jugend spielt nun Funino im Kreis Gifhorn

Gifhorn.  Jugendfußball: Funino, die neue Spielform bei den G-Junioren, hat seine Feuertaufe im NFV-Kreis Gifhorn bestanden.

Drei gegen drei – und das auf insgesamt vier Tore: Die Gifhorner G-Junioren spielen jetzt nach Funino-Regeln. 

Drei gegen drei – und das auf insgesamt vier Tore: Die Gifhorner G-Junioren spielen jetzt nach Funino-Regeln. 

Foto: NFV-Kreis Gifhorn

Drei gegen Drei, drei Auswechselungen, kein Schiedsrichter – und vier Tore: Der erste Spieltag der G-Junioren-Fußballer brachte eine tiefgreifende Änderung mit sich und dürfte den unbedarften Zuschauer überrascht haben. Seit dieser Saison wird im NFV-Kreis Gifhorn in dieser Altersstufe nämlich Funino gespielt, wie der Fachbegriff für diese Form des Kinderfußballs ist.

Dass der NFV-Kreis das Experiment wagen wird, hat sich bereits vor geraumer Zeit angedeutet (wir berichteten) – und nach dem ersten Funino-Spieltag ist der Kreisjugendausschuss begeistert von der neuen Spielvariante für die kleinsten Kicker des Kreises. Sven Stuhlemmer, Kreisjugendausschussvorsitzender, meint dazu: „Auch wenn einige am Anfang sehr skeptisch waren, finden wir, dass es eine tolle Spielform ist. Dadurch, dass nur drei Spieler auf dem Spielfeld stehen und es die Zwangswechsel nach jedem Tor oder alle zwei Minuten, falls kein Tor fällt, gibt, haben alle Kids extrem viel Spielzeit und niemand muss zuschauen.“

Sonst sei es oft der Fall gewesen, dass einige Kinder lange draußen sitzen mussten, bis sie eingewechselt wurden. „Es gibt kein Gebolze. Es muss viel mehr gespielt werden, denn hohe Schüsse aufs Tor bringen rein gar nichts“, meint Stuhlemmer mit Blick auf die Mini-Tore, die nicht von Keepern besetzt sind.

Auch die Nachfrage bei den Trainer habe ergeben, dass alle der Spielform positiv gegenüberstehen, so der Ausschussvorsitzende. Die Nachwuchskicker sehen das neue Konzept ebenfalls positiv: „Die Spieler scheinen sich viel wohler zu fühlen, und man kann förmlich den Spaß am Spiel der G-Junioren sehen“, gibt Stuhlemmer seine Eindrücke weiter. „Auch wenn hier oder da noch ein wenig Regelunverständnis bei den Kleinen herrscht, ist das wahrscheinlich am zweiten Spieltag bereits ausgeräumt.“

Bei den Talenten soll die neue Spielform aber nicht nur für viel Spaß sorgen, sondern gleichzeitig auch einen größeren Lerneffekt als bei der klassischen Variante mit sich bringen. Speziell das Spielverständnis sei so gefordert und werde gefördert, schließlich werden Angriffe auf zwei Mini-Tore gespielt – beziehungsweise müssen auch zwei Mini-Tore verteidigt werden. Die Spielsituation verändert sich dementsprechend viel häufiger – und „Spielverlagerungen sind hier das A und O, jeder Spieler auf dem Feld muss hellwach sein und ist permanent in Bewegung. Lange Pässe, Passivität, Gewaltschüsse aufs Tor und so weiter bringen hier überhaupt nichts“, zeigt der Ausschussvorsitzende auf.

Die Zeit wird zeigen, ob eventuell an der einen oder anderen Stelle noch etwas verändert werden muss. Stuhlemmer führt hier an: „Vielleicht sollte man die Spielzeit von 10 auf 12 Minuten erhöhen um jedem einzelnen Spieler noch mehr Spielzeit pro Spiel zu geben.“ Aber das sind alles Dinge, die über die Feinjustierung im nächsten Schritt geregelt werden müssen. Bis dahin heißt das Resultat für den NFV-Kreis erst mal: Das Experiment Funino ist geglückt!

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