Fußball-Oberligist MTV Gifhorn mit großen personellen Sorgen

Gifhorn.  Fußball-Oberliga: Der MTV Gifhorn empfängt am Sonntag die FT Braunschweig – und hat mit großen personellen Problemen zu kämpfen.

Noch sieglos: Lasse Denker (links) und der MTV Gifhorn haben nach dem 2:3 gegen Wolfenbüttel mit großen Personalsorgen zu kämpfen.

Noch sieglos: Lasse Denker (links) und der MTV Gifhorn haben nach dem 2:3 gegen Wolfenbüttel mit großen Personalsorgen zu kämpfen.

Foto: Michael Uhmeyer / regios24

Zwei Gesperrte, zwei Verletzte, zwei große Fragezeichen – und noch kein Sieg: Schon am vierten Spieltag der noch jungen Saison wird es zumindest in personeller Hinsicht eng für den Fußball-Oberligisten MTV Gifhorn, der am Sonntag (15 Uhr) im GWG-Stadion die FT Braunschweig zu Gast hat.

„Es sieht nicht gut aus“, muss MTV-Coach Michael Spies eingestehen, wenn er auf seinen arg ausgedünnten Kader blickt, der ja ohnehin nur 20 Mann umfasst. „Mal sehen, wie das Spiel der A-Junioren am Samstag so läuft. Vielleicht nehmen wir dann am Sonntag zwei von ihnen mit in unseren Kader“, berichtet der 55-Jährige.

Arne Jaeger wurde nach seiner roten Karte gegen Wolfenbüttel für ein Spiel gesperrt, Noah Moreno Silva fehlt nach Gelb-Rot ebenso. Charlie Kolmer – „bei ihm besteht keine Chance, er muss wohl zur MRT-Untersuchung“ – und Mario Petry sind verletzt. Mathes Hashagen und Neuzugang Luca Friederichs, der am Dienstag im Training umknickte, sind angeschlagen, ihre Einsätze mit großen Fragezeichen versehen. Oder anders gesagt: Die personelle Situation ist prekär beim MTV.

„Ich habe immer gesagt: Wir brauchen jeden Mann. Dann werden eben die Spieler die Möglichkeit bekommen, die bis jetzt nicht die Chance hatten. Sie können sich zeigen und sich beweisen“, unterstreicht der Gifhorner Trainer. Gerade im defensiven Mittelfeld sieht es bedingt durch die Ausfälle von Petry und Kolmer düster aus. „Da müssen wir basteln, da bleibt uns nichts anderes übrig. Wir müssen das Beste daraus machen“, so Spies.

Er selbst nahm den Sonntagsgast aus dem Braunschweiger Prinzenpark am vergangenen Spieltag beim torlosen Remis gegen Lupo Martini Wolfsburg unter die Lupe – und sah eine routinierte und vor allem äußerst disziplinierte FT-Mannschaft. „Sie spielen aus einer brutalen Ordnung heraus, das ist ihre Stärke. Da ist Disziplin hoch 10 angesagt“, meint der MTV-Coach, der die Braunschweiger stärker als Wolfenbüttel sieht, „weil sie viel geordneter im Spiel sind. Sie bekommen weniger Gegentore, sind wirklich unangenehm zu spielen“. Zudem haben sie zwei Top-Innenverteidiger und mit Ex-Profi Damir Vrancic davor einen Routinier als Kopf im Zentrum. Er fehlte zuletzt gegen Lupo gesperrt, ist nun aber wieder frei.

„Entscheidend wird sein, dass wir unsere Fehlerzahl runterschrauben und unsere Möglichkeiten noch besser nutzen“, verdeutlicht Spies, worauf es gerade jetzt für sein Team ankommt.

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