FC Heeseberg schreibt seit 2015 an Erfolgsgeschichte

Söllingen.  Fußball-Bezirksliga 2 A: Als Spitzenreiter in die Pause! Der Weg des FC Heeseberg zeigt weiter kontinuierlich nach oben.

Die Arbeit mit jungen Spielern wie Felix Maushake (links) bereitet Heesebergs Coach Michael Grahe besonders viel Spaß.

Die Arbeit mit jungen Spielern wie Felix Maushake (links) bereitet Heesebergs Coach Michael Grahe besonders viel Spaß.

Foto: Hans-J. Trommler / regios24

Nach einer starken Bezirkspokalrunde und nur drei – wenn auch erfolgreichen – Partien in der Fußball-Bezirksliga 2 A zwang die Corona-Pandemie den FC Heeseberg schon wieder in die Winterpause. In diese geht die Mannschaft von Trainer Michael Grahe allerdings als Tabellenführer – eine schöne Momentaufnahme, aber auch das Ergebnis einer stetigen Entwicklung des 2015 gegründeten Vereins.

Bereits in der zurückliegenden Spielzeit verbuchte der FC mit Rang 3 zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs sein bestes Ergebnis seit dem Bezirksliga-Aufstieg im Jahr 2017. Diesen Trend bestätigten die Blau-Gelben nach der langen Pause mit ihren Auftritten im Bezirkspokal. Die erste Runde wurde erstmals nicht im K.-o.-System, sondern in einer Gruppenphase ausgespielt.

Klarer Favorit auf Platz 1 und damit das Weiterkommen in der FC-Gruppe war Landesliga-Aufsteiger FSV Schöningen. Doch die Grahe-Elf bezwang den Nachbarn mit 3:2 und entschied auch die weiteren Spiele gegen den TSV Schöppenstedt (5:2 und 7:0) und die SG Roklum/Winnigstedt (5:1 und 5:2) für sich. Schon ein Remis im Rückspiel gegen Schöningen hätte dem FC zum Gruppensieg genügt. Doch die FSV gewann äußerst knapp mit 2:1 und zog aufgrund der besseren Tordifferenz ins Sechzehntelfinale ein.

Auch wenn es am Ende nicht ganz reichte, fand Trainer Michael Grahe lobende Worte für seine Jungs und stellte mit Blick auf die Punktrunde optimistisch fest: „Wir mussten uns in den ersten beiden Jahren erst an das Bezirksliga-Niveau gewöhnen, aber wir haben uns toll entwickelt.“ Vor Beginn der Punktspielrunde, in der sein Team wieder in die Staffel 2 zurückversetzt wurde, erklärte Grahe weiter: „Klar haben wir gute Gegner vor der Brust, aber das stört uns nicht. Wir werden auf jeden Fall versuchen, wieder oben zu stehen.“

Und genau das gelang seinem Team, wenngleich der Auftakt gegen den MTV Schandelah-Gardessen noch holprig war. Heeseberg drehte ab der 53. Minute einen 0:2-Rückstand mit hervorragender Moral noch in einen 4:3-Sieg um. Im folgenden Spiel beim VfB Peine fuhr der FC durch die Treffer von Andre Harmel, Felix Maushake und Alexander Schrader einen ungefährdeten 3:1-Sieg ein. Und auch den defensiv eingestellten MTV Salzdahlum, gegen den sie sich eine Stunde lang schwer tat, knackte die Grahe-Elf letztlich und siegte noch deutlich mit 4:1. Der erfreuliche Zwischenstand: Mit 9 Punkten und 11:5 Toren überwintert sie vor dem SC RW Volkmarode auf Rang 1.

Für Marco Graf, den Vorsitzenden des FC, ist die Entwicklung eine einzige Erfolgsgeschichte. „Als wir 2015 den FC aus den Stammvereinen TSV Gevensleben, FC Waten­stedt, SV Ingeleben, VfL Söllingen und FC Dobbeln/Jerxheim gegründet haben, wollten wir einfach die fußballerischen Kräfte bündeln, um allen Spielern und Fans rund um den Heeseberg eine schlagkräftige Mannschaft und attraktiven Fußball zu bieten. Nun hat sich der FC über Helmstedts Grenzen hinaus einen Namen gemacht.“

Klar, dass Graf mit der Arbeit des Trainers mehr als zufrieden ist, denn er schätzt dessen Anteil am Erfolg als sehr hoch ein. Überhaupt sei Michael Grahe ein Glücksgriff für den FC, denn er habe es geschafft, aus jungen Spielern ein erfolgreiches Team zu formen. Der Coach selbst bestätigt, dass er sehr gerne mit jungen Spielern arbeitet: „Man muss sie aber auch spielen und Fehler machen lassen. Nur so können sie sich auch weiterentwickeln und in die Mannschaft hinein wachsen.“

Den Schlüssel für den gegenwärtigen Erfolg sieht Grahe hauptsächlich in der guten Kameradschaft und der guten Stimmung innerhalb des Teams und in dessen Umfeld. Und wenn die positive Entwicklung beim FC anhält, wird sich der Verein auch mit dem Thema Aufstieg befassen „müssen“. Grahe dazu schmunzelnd: „Das steht im Moment nicht auf dem Plan, aber sollte es so weit kommen sollte, werden wir uns nicht wehren.“

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