Handball-Landesliga Süd

Die HG Elm verliert früh zwei Spieler und den Anschluss

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Für Alexander Scheller war die Partie in Söhre nach 44 Sekunden beendet. Der Rückraumspieler der HG Elm sah die rote Karte. 

Für Alexander Scheller war die Partie in Söhre nach 44 Sekunden beendet. Der Rückraumspieler der HG Elm sah die rote Karte. 

Foto: Olaf Hahn / regios24

Warberg/Schöningen.  Die Schöninger sind bei Söhres Drittliga-Reserve chancenlos. Aufsteiger Warberg/Lelm II holt in Geismar den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

Eine stabile Abwehr, vorne eine verbesserte Chancenverwertung – so einfach klingt das Erfolgsrezept des Handball-Landesligisten HSV Warberg/Lelm II. Mit 26:19 setzte sich das Team um Trainer Heiko Böhm in der Staffel Süd beim MTV Geismar durch. Die HG Elm erlebte dagegen einen ernüchternden 2. Spieltag. Bei den Sportfreunden Söhre II setzte es eine Niederlage mit 21 Toren Differenz.

MTV Geismar – HSV Warberg/Lelm II 19:26 (9:13). Aufsteiger Warberg/Lelm hält die Erfolgsspur. Die Abwehr stand auch in Geismar wie beim 18:16-Erfolg zum Saisonauftakt gegen die HSG Plesse/Hardenberg II sicher. „Über die Abwehr kommen wir derzeit zu unseren Siegen“, betonte HSV-Trainer Heiko Böhm, der nur wenige Ansatzpunkte für Kritik an seinem Team fand: „Manchmal wünsche ich mir nur, dass wir im Angriff etwas cleverer spielen“, sagte Böhm. „Aber immerhin sind uns schon einige Tore mehr gelungen als gegen Plesse.“

In Geismar hatten sich die Warberger auf einen kampfstarken Gegner eingestellt. Und genau so traten die Hausherren auch auf. Ihr Abwehrzentrum verriegelten sie massiv, so dass die Warberger ihr Spiel und ihre Abschlüsse auf die Außenpositionen verlagerten. Jannes Boese und Thimo Rustenbach bekamen somit viele Bälle und große Verantwortung in die Hände – und der wurden die Außenspieler auch gerecht.

Weil auch die Warberger eine sattelfeste Abwehr formierten, lief es für sie phasenweise wie am Schnürchen: Ballgewinn, Tempogegenstoß, Tor. Nach diesem Muster war die Böhm-Sieben mehrfach erfolgreich und setzte sich zum Ende der ersten Halbzeit (13:9) und in den ersten Minuten der zweiten Hälfte (17:10, 36. Minute) deutlich von den Gastgebern ab. „Diesen Abstand haben wir geschickt gehalten“, konstatierte Böhm, der seiner Mannschaft „einen guten Saisonstart“ bescheinigte.

HSV II: Schenke, Kroll – Motzko 3, Rosenblatt 3, Leonard Rosenblatt 3, Rustenbach 9, Matschulla 3, Pissarczyk 1, Müller 2, Feiler, Niklas Rosigkeit 2, Krawacki 1, Pfützenreuter, Boese 2.

Sportfreunde Söhre II – HG Elm 43:22 (23:10). Für die HG Elm ging am 2. Spieltag schief, was schiefgehen konnte. Neben einigen Langzeit-Ausfällen musste Trainer An­dreas Simon für die Söhre-Partie nach kurzfristigen Absagen noch Martin Schoel und Noah Kaufmann aus seinen Überlegungen streichen. Doch es kam für die mit nur drei Auswechselspielern angereiste HG – einer davon war der zweite Torhüter – in Söhre noch dicker. Nach nur 44 Sekunden sah Alexander Scheller die rote Karte. Der Rückraumspieler hatte seinen Gegenspieler bei einem Tempogegenstoß der Gastgeber zu Fall gebracht. Für Scheller das frühe Aus, für die HG ein weiterer Nackenschlag. „Das war eine Kann-, keine Muss-Entscheidung der Schiedsrichter“, sagte Simon.

Nur 17 Minuten später war die Partie auch für Kai Vahldiek beendet. Ein Foul, die rote Karte, das Aus! „Plötzlich standen wir ohne Auswechselspieler da“, schilderte Simon seine „Einsamkeit“ auf der Bank. „Neben mir saßen nur noch unsere Betreuer und der zweite Torhüter.“

Nicht nur personell, auch spielerisch kamen die Elm-Handballer früh in größte Nöte. Söhre setzte gnadenlos auf Tempohandball und bestrafte jeden Patzer der HG mit Gegentoren. Nach 6 Minuten stand es 7:0, nach 19 führte Söhre mit 19:5. „Am Ende hatten wir 22 Tempotore kassiert“, berichtete Simon, der, auch wenn es angesichts der 43 Gegentore paradox klingt, seine Torhüter Dario Meske und Arno Höcherl lobte. „Beide haben sich noch mehrfach auszeichnen können.“

Unter dem Strich gehe der Sieg der Söhrer Drittliga-Reserve in der Höhe in Ordnung, konstatierte Simon. „Eine Mannschaft dieser Güte ist nicht unser Maßstab.“

HG Elm: Meske, Höcherl – Deupert 7, Shawn Maack 3, Albrecht 5, Jordan Maack, Kai Vahldiek 1, Liebelt 3, Scheller, Gerloff 3.

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