SV Lengede startet als Titelfavorit

Lengede.  Die Testspielphase des Peiner Landesligisten macht Hoffnungen auf mehr.

SV Lengede Mannschaft

SV Lengede Mannschaft

Foto: Frank Vollmer / regio-press

Eine ganz besondere Saison liegt vor den Landesligafußballern des SV Lengede. Als Vorjahresfünfter starten die SVL-Kicker in einer verkleinerten Staffel als Favorit in die Saison. Die Corona-Krise zwang die Verantwortlichen zur Teilung der Landesliga in zwei unterschiedliche Staffeln. Davon wollen sich die Grün-Weiß-Roten allerdings nicht verrückt machen lassen und haben die Vorbereitung professionell und ernst durchgezogen. „Wir sind unterm Strich echt zufrieden, schließlich haben wir in unseren Testspielen über den Sommer hinweg keine einzige Niederlage kassiert“, berichtet Lengedes Trainer Kai Olzem. Dabei schlug die Olzem-Truppe Germania Lamme, den Koldinger SV, Schöningen, Acosta und den SV Göttingen – alles keine unbekannten im Bezirk.

Im Training scheinen der Mannschaft noch die nötigen paar Prozente zu einem echten Titelkandidaten zu fehlen. „Wir müssen noch deutlich gieriger werden und auch in den Trainingseinheiten den unbedingten Siegeswillen zeigen“, erläutert Olzem sein persönliches Problem mit der Einstellung der Mannschaft. Zu häufig sei die Beteiligung nur gut und nicht überragend – wie es sich für Meisterkandidaten gehören sollte. Dazu kommt das Verletzungspech, das den SVL zum Trainingsbeginn und den ersten Tests traf: Im Kader fehlen vier Langzeitverletzte, dazu kommen Ausfälle durch kleinere Blessuren.

Das fußballerische Talent der Mannschaft lässt sich nicht abstreiten. Spieler wie Justin Folchmann, Yannick Könnecker, Klaas Gatermann und auch ein Alexander Künne gehören für Olzem zum Besten, was die Landesliga Braunschweig zu bieten hat. „Wir sind individuell sehr gut aufgestellt und auch als Mannschaft funktionieren wir schon sehr gut. Wir müssen nur noch vor dem Tor etwas treffsicherer werden, dann wird das eine spannende Saison“, analysiert der SVL-Coach und gibt im nächsten Atemzug seinen Staffelfavoriten bekannt: „Für mich ist Nörten-Hardenberg der klare Staffelfavorit. Die haben Spieler aus der Regionalliga in ihren Reihen und sind definitiv kein normaler Aufsteiger. Andererseits lässt sich auch nicht abstreiten, dass wir in der vergangen Saison Fünfter wurden und die Teams, die vor uns standen, nicht mit uns in einer Staffel sind.“

Der verkleinerte Spielplan bringe auch Vorteile. Immerhin sei es leichter, acht Spiele in der Hinrunde zu gewinnen, als 16. „Es ist wirklich einfacher ganz oben reinzurutschen, als es noch in den vergangenen Jahren der Fall war“, so der Lengeder Coach. Dabei sehen die Verantwortlichen eine klare Teilung der Liga in zwei Hälften – zum Einen die obere und zum anderen die untere. Ein Mittelfeld wird es vermutlich nicht geben.

Personell muss sich der SVL keinesfalls verstecken, der Kader wurde trotz des Abgangs von Onur Bacaksiz aufgestockt. „Unser Kader hat auf jeden Fall das Potenzial unter die ersten beiden Mannschaften zu kommen“, sagt Olzem dazu. Er und sein Trainerkollege Dennis Kleinschmidt wollen vor dem Ligastart noch einmal den Konkurrenzkampf, der innerhalb der Mannschaft ohnehin ungemein groß ist, verstärken. Ein Platz in der Startelf ist keine Garantie, auch im nächsten Spiel dabei zu sein.

An diesem Wochenende steht das erste Pflichtspiel des Landesligisten an: Der Bezirkspokal ruft und Lengede will sich voll darauf einlassen. „Das ist ein Pflichtspiel und das wollen wir gewinnen“, analysiert der Coach. In der Gruppenphase mit dem TSV Üfingen, Viktoria Woltwiesche und dem SV Fümmelse sei der SVL stets der klare Favorit. „Natürlich können wir noch nicht ganz bei 100 Prozent Leistung sein. Aber jeder kann sich sicher sein, dass wir in diesen Spielen nicht rumexperimentieren und die Stammelf auflaufen lassen werden“, so Olzem.

Die Liga startet für die Lengeder erst im Oktober, dann empfangen sie TuSpo Petershütte auf ihrem Kunstrasenplatz im Schachtweg. Gegen Petershütte gab es in der vergangenen Saison, auch auf dem eigenen Feld, eine krachende 1:2-Niederlage. Die Fans von Peines einzigem Landesliga-Team erwarten definitiv eine Wiedergutmachung.

Bezirkspokal:

6.9. TSV Üfingen (A)

9.9. Viktoria Woltwiesche (H)

13.9. SV Fümmelse (H)

17.9. TSV Üfingen (H)

20.9. Viktoria Woltwiesche (A)

27.9. SV Fümmelse (A)

Landesliga:

3.10. TuSpo Petershütte (H)

18.10. SC Göttingen 05 (H)

25.10. SC Gitter (A)

1.11. TSG Bad Harzburg (H)

8.11. SC Hainberg (A)

15.11. SSV Nörten-Hardenberg (H)

22.11. TSV Landolfshausen (A)

29.11. KSV Vahdet Salzgitter (H)

12.3. TuSpo Petershütte (A)

28.3. SC Göttingen 05 (A)

11.4. SC Gitter (H)

18.4. TSG Bad Harzburg (A)

25.4. SC Hainberg (H)

2.5. SSV Nörten-Hardenberg (A)

9.5. TSV Landolfshausen (H)

16.5. KSV Vahdet Salzgitter (A)

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