Lengede will ein anderes Gesicht zeigen

Woltwiesche.  Der Landesligist reist bereits am Samstag zum Viktoria Woltwiesche.

Lengedes Justin Folchmann (am Ball) konnte im Rückspiel gegen den TSV Üfingen zweimal vom Elfmeterpunkt einnetzen. Gegen Viktoria Woltwiesche will der SVL-Angreifer auch wieder nachlegen.

Lengedes Justin Folchmann (am Ball) konnte im Rückspiel gegen den TSV Üfingen zweimal vom Elfmeterpunkt einnetzen. Gegen Viktoria Woltwiesche will der SVL-Angreifer auch wieder nachlegen.

Foto: Michael Hahn / regio-press

Das Hinspiel haben beide Mannschaften noch ganz genau im Kopf. Dort siegte der SV Lengede mit 6:0 und beschwerte sich anschließend über die äußerst defensive Grundordnung der Woltwiescher. Doch genau so wollen die Gastgeber in diesem Spiel wieder auftreten und so den Lengedern den letzten Nerv rauben.

Viktoria Woltwiesche – SV Lengede

(Samstag, 15.30 Uhr, Fuhsestraße 10).

Zu bester Fußballzeit wird dieses Derby am Wochenende angepfiffen und die Ausgangslagen der beiden Teams könnten kaum unterschiedlicher sein. Lengede steht mit 12 Punkten und einem Torverhältnis von +19 auf dem ersten Tabellenplatz, während Woltwiesche abgeschlagen Letzter ist. Zudem plagen den Gastgeber große Verletzungssorgen, die ein flüssiges Spiel kaum möglich machen. Schon vor ein paar Tagen sagte Woltwiesches Trainer Jerome Kuhlmann, der Pokal sei nur noch reine Testspielphase für seine Mannschaft.

„Wir wollen gegen Lengede Schadensbegrenzung betreiben und nicht so hoch, wie im Hinspiel verlieren“, sagt der Woltwiescher Trainer zu den gesetzten Zielen. Hauptsächlich werde sein Kader am Samstag aus Spielern der zweiten Mannschaft bestehen – er wolle die noch angeschlagenen Stammspieler vorerst schonen. Genau diese Spieler aus der zweiten Mannschaft zeigten bei der 1:4-Pleite gegen Fümmelse besonders in Durchgang zwei eine sehr gute Leistung. „Darauf wollen wir aufbauen. Die Moral innerhalb der Mannschaft stimmt und dieses Prestigereiche Duell wollen wir natürlich gewinnen“, berichtet Kuhlmann.

Beim SV Lengede herrschte am Donnerstagabend eine miese Stimmung nach Abpfiff des Spiels. Was war passiert? Der SVL gewann gegen den TSV Üfingen haushoch mit 6:2, zeigte in Spielabschnitt zwei aber keine gute Leistung mehr. Der Mannschaftskreis nach dem Spiel dauerte ungewöhnlich lange und die Trainer Kai Olzem und Dennis Kleinschmidt appellierten an die Gier der Mannschaft. „Wir haben alles vermissen lassen, was eine gute Spitzenmannschaft ausmacht. Die gewisse Mentalität fehlt mir in der Mannschaft ein wenig“, so Olzem.

Dennoch bekamen die Landesligisten einen Tag Pause vor dem vermutlich entscheidenden Gruppenspiel – schließlich ist die nächste Runde mit einem Sieg quasi schon gebucht. „Ich kann mir vorstellen, dass einige Jungs schwere Beine haben werden. Die vergangenen Wochen waren sehr intensiv, dennoch wollen wir in Woltwiesche natürlich den Gruppensieg einfahren“, sagte Olzem nach dem Spiel gegen den TSV Üfingen.

Für dieses Unterfangen steht den Lengedern beinahe der gesamte Kader zur Verfügung, lediglich die Langzeitverletzten sind nicht mit an Bord.

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