Justus Weinke feiert Doppelerfolg

Schleiz/Salzgitter.  Der Motorradrennfahrer fährt neuen Streckenrekord am Schleizer Dreieck.

Justus Weinke (links) feiert seinen Sieg im Twin-Cup mit einem Burn-Out auf der Strecke.

Justus Weinke (links) feiert seinen Sieg im Twin-Cup mit einem Burn-Out auf der Strecke.

Foto: Jan-Philipp Kohlmann

Die Lieblingsstrecke hat sich als Punktelieferant entpuppt. Motorradrennfahrer Justus Weinke aus Salzgitter hat zwei Siege im Suzuki Twin Cup am Schleizer Dreieck gefeiert und damit seine Gesamtführung in der Internationalen Motorradmeisterschaft (IDM) in der 700-ccm-Klasse ausgebaut.

Los ging das Rennwochenende mit einem Schreckmoment: „Beim ersten freien Training musste ich schon nach einer Runde wieder in die Box. Meine Maschine hatte Zündaussetzer. Also hieß es Fehler finden und reparieren“, erklärt der 21-Jährige. Dies gelang – und wie. Denn Weinke fuhr im Qualifying mit seiner SV650 auf Startplatz zwei – zur Pole-Position fehlten nur 0,1 Sekunden. Eine gute Voraussetzung für die folgenden beiden Rennen, die vor allem auch durch die heißen Temperaturen bestimmt werden sollten.

Rennen Nummer eins stand am Samstag auf dem Programm. Nach dem Start konnte sich Weinke gemeinsam mit Gaststarter Daniel Bergau vom restlichen Feld absetzen. Der junge Salzgitteraner hatte am Ende 0,1 Sekunden Rückstand auf Bergau aber mehr als 20 Sekunden Vorsprung auf den Dritten. „Ich wurde am Ende als Sieger gewertet, weil Daniel nur ein Gaststarter war“, erklärt ein zufriedener Weinke, der sogar einen neuen Streckenrekord aufstellen konnte.

Auch im zweiten Rennen lieferte sich Weinke ein packendes Duell mit Bergau, diesmal mit dem besseren Ende für den Salzgitteraner. „Ein Dutzend Überholvorgänge, Überrundungen und Fehler meines Gegners haben mir in die Karten gespielt. Kurz vor Ende konnte ich mich leicht absetzen und den Sieg nach Hause fahren“, erklärt der Spitzenreiter des Twin Cups.

Das Wochenende auf seiner Lieblingsstrecke nutzte Weinke auch, um weitere Erfahrungen in der 1000-ccm-Klasse im GSX-R Cup zu sammeln, in den er in der kommenden Saison komplett einsteigen möchte. In den freien Trainings bemerkte er bereits schwarzen Rauch aus dem Auspuff, konnte aber einige schnelle Runden auf der größeren Machine drehen. Beide Qualifyings musste Weinke frühzeitig abbrechen, da der Motor Öl verlor und stark qualmte. „Damit reichte es leider nur zu Startplatz 17“, so Weinke, der das erste Rennen des GSX-R Cups aufgrund des defekten Motors ausfallen lassen musste.

Nach einer Nachtschicht in der Werkstatt konnte der Salzgitteraner in Rennen zwei am Sonntag antreten und schnell Plätze gutmachen, musste nach einem Fahrfehler aber durchs Kiesbett und erreichte am Ende Platz 17. „Es war wieder eine sehr gute Erfahrung, aus der ich lernen werde“, so Weinke.

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