Fortuna ist meist chancenlos

Lebenstedt.  Der Fußball-Landesligist kassiert gegen den Tabellenführer Freie Turner Braunschweig eine bittere Heimschlappe.

Gleich vier Fortunen  - Nikola Simovic, Bedran Tarlan, Marco Criscione und Timo Elfroth (von links) - umringen Nico Müller (Freie Turner), ohne ihn vom Ball trennen zu können.

Gleich vier Fortunen - Nikola Simovic, Bedran Tarlan, Marco Criscione und Timo Elfroth (von links) - umringen Nico Müller (Freie Turner), ohne ihn vom Ball trennen zu können.

Foto: Klaus Fraedrich / Regio-Press

Für die Landesliga-Fußballer von Fortuna Lebenstedt rechen schwere Zeiten an. Die Niederlage gegen den hohen Meisterschaftsfavoriten Freie Turner Braunschweig kommt nicht unerwartet, die Art und Weise, die zur Niederlage führten geben aber zu denken.

Fortuna Lebenstedt – Freie Turner Braunschweig 0:5 (0:1). Tore: 0:1 Rick Kaupert (34.), 0:2 Marvin Fricke (52.), 0:3 Nico Müller (56.), 0:4 Niklas Neudorf (68.), 0:5 Ebeling (79./FE)

Der Traum, dem Tabellenführer vielleicht ein Bein stellen zu können, währte eine halbe Stunde. Mit dem Führungstor der Gäste war zwar noch nichts entschieden, aber der bis dahin recht rund laufende Fortuna-Motor geriet gewaltig ins Stocken, oder wie es ein Zuschauer formuliert: „Die Köpfe gingen runter.“ Dabei hatte Domenik Müller sogar die Chance zur Führung, doch nach einem Konter fehlte es ihm, wie übrigens den Fortunen in fast allen Zweikämpfen, das Durchsetzungsvermögen (30.).

Nach dem Führungstor kontrollierten die deutlich ballsicheren Turner das Geschehen fast nach Belieben und hätten schon vor der Pause bei einer guten Chance des quirligen Christian Ebeling auf 2:0 erhöhen können.

„Wir kamen zwar noch einmal mit guten Vorsetzen aus der Pause, doch nach dem 0:2 waren auch die dahin“, stellte ein sichtlich angefressener Fortuna-Trainer Amir Hadziavdic fest. Ärgerlich: Das 0:2 war eine Kopie des ersten Gegentores. Wieder stand ein Gäste-Spieler am langen Pfosten völlig frei.

Auch nach dem 3:0 ließen die Braunschweiger den Hausherren mit frühem Pressing wenig Chancen zum Luftholen. Auffallend auch, wie sich die Turner selbst in Bedrängnis immer wieder ganz simpel befreiten. Die von Eintracht-Ex-Profi Damir Vrancic organisierte Abwehr geriet so praktisch nie in Verlegenheit. Das 0:4 wurde zwar erst auf Intervention des besser postierten Linienrichters gegeben, doch schon vorher hatten die Hausherren resigniert und am Ende Glück, dass der Gast sehr großzügig mit weiteren klaren Einschussmöglichkeiten umging.

„Wir haben mit einem 4-3-3 begonnen, später auf Wunsch der Mannschaft wegen der sich daraus ergebenden hohen Belastung umgestellt. Das hat nicht geklappt“, lautete Hadziavdic’ Fazit.

Fortuna: Meibohm – Elfroth, Criscione, Simovic, Neugebauer – Liebig, Müller, Kleiner, Tarlan (73. Casavecchia) – Zaube (56. Pote), Pramme (76. Schiersch)

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