Auch ohne Touchdown – Steelers feiern ersten Sieg

Lebenstedt.  Mit einem 3:0 gegen die Brandenburg Patriots gelingt die Generalprobe für die anstehende Landesliga-Saison.

Trotz eines Übergewichts in der Offensive konnten sich die Steelers nicht mit mehr Punkten belohnen.

Trotz eines Übergewichts in der Offensive konnten sich die Steelers nicht mit mehr Punkten belohnen.

Foto: Jens Bartels / regio-press

Es ist vollbracht: Nach zwei deutlichen Niederlagen in den ersten beiden Vorbereitungsspielen ist den Salzgitter Steelers im letzten Test vor der Football-Landesligasaison gegen die Brandenburg Patriots am Samstagnachmittag der erste Sieg der Vereinshistorie gelungen. Mit einem 3:0 (3:0, 0:0, 0:0, 0:0) schickte das Team von Headcoach Alexander Schardt die Patriots wieder nach Hause.

Dabei legten die Stahlstädter nahezu einen Blitzstart hin. Bereits mit dem ersten Angriffsrecht trugen die Hausherren das Leder über die gegnerische Linie, eine Strafe machte den vermeintlichen Touchdown allerdings zunichte. Dennoch brachten sich die Steelers mit einem Fieldgoal verdient mit 3:0 in Führung. Auch in der Folge blieb das Schardt-Team offensiv am Zug, konnte dabei aber keine weiteren Punkte verbuchen.

Dieser Spielverlauf durchzog nahezu die gesamte Partie, auch wenn Brandenburg gegen Ende der ersten Halbzeit durch starkes Laufspiel einiges an Raumgewinn für sich verbuchen konnte. In Abschnitt zwei wechselte das Angriffsrecht nur anfangs relativ zügig, bis die Stahlstädter das Offensivgeschehen bis zum Ende des dritten Viertels an sich rissen.

Zu Beginn des letzten Quarters reichte es für die Hausherren im vierten Down in unmittelbarer Nähe der Endzone nicht für den benötigten Raumgewinn, so dass das Angriffsrecht wieder in den Händen der Gäste lag, die sich dieses nach einer starken Interception der Salzgitteraner jedoch schnell wieder nehmen ließen. Es entwickelte sich ein Spiel mit vielen Ungenauigkeiten. Die Patriots versuchten sich mit weiten Pässen wieder ins Spiel zu bringen, doch es scheiterte an adäquaten Anspielstationen oder an der Ballkontrolle. Folgerichtig schnappten sich die Steelers erneut das Leder und trugen es in die Endzone des Gegners, doch mit dem nächsten ersten Down musste wieder einmal viel Raumverlust – vor allem durch Strafen – hingenommen werden. Die Schardt-Truppe versuchte es mit einem Fieldgoal-Versuch und scheiterte auch hier. Brandenburg legte es nun auf Laufspielzüge an, kam immerhin wieder grob in Richtung der Mittellinie, doch mehr ließ die Steelers-Defense an diesem Tag nicht zu.

Der erste Sieg in der noch jungen Vereinsgeschichte war unter Dach und Fach gebracht. „Ein Sieg ist ein Sieg, aber ich bin heute um 30 Jahre gealtert“, lachte Schardt nach dem Spiel und fügte hinzu: „3:0, das ist ja nicht mal ein Scoring, das sind keine Spiele die Coaches so mögen Bei einem 10:0 wäre es entspannter gewesen.“

So kritisierte der Coach zwar die Schwäche im Abschluss, nahm allerdings auch viel Positives mit: „Wir waren insgesamt sehr viel mit unserer Offense auf dem Platz, sind aber auf den letzten zehn Metern gescheitert. Ohne die Leistung des Gegners schmälern zu wollen, lag das aber meist nicht an deren Gegendruck, sondern an unseren eigenen Fehlern. Das Positive ist, wir haben gezeigt, dass wir den Ball bewegen können, was im Football sehr wichtig ist, und wir können den Ball auch aufhalten. Unsere Aufgabe in den letzten Wochen vor Saisonbeginn wird nun sein, dass wir uns auch für unser Spiel belohnen und die Punkte holen.“

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