VfL-Dreierpacker dreht die Partie

Salzgitter.  Salder II siegt in der 1. Fußball-Nordharzklasse mit 4:3. Heerte schenkt sich die Tore selber ein.

Erst nach einer Anlaufzeit holten Yannick Taege (in schwarz) gegen TSV Üfingen II einen 0:2 Rückstand auf. Am Ende siegte VfL mit 4:3.

Erst nach einer Anlaufzeit holten Yannick Taege (in schwarz) gegen TSV Üfingen II einen 0:2 Rückstand auf. Am Ende siegte VfL mit 4:3.

Foto: Günter Schacht

Die Reserve des VfL Salder zehrt auch in der Nordharzklasse ein wenig vom guten Lauf des Max Pitzschk. Nach seinen drei Treffern in Pokalspiel unter der Woche, legte der Fußballer den nächsten Hattrick hin. Damit bog er die Partie gegen Üfingen II wieder gerade. Ganz bitter verlief es trotz Chancenplus für Borussia Salzgitter, viele Tore gab es beim TSV Lesse zu bestaunen.

Victoria Heerte – SG Steinlah/Haverlah 1:3 (1:0). Tore: 1:0 J. Schmidt (7.), 1:1 ET J. Schmidt (64.); 1:2 ET M. Schraven (73.); 1:3 S. Firus (90.+1).

„Wir sind aktuell in einer kleinen Krise und da mag uns dann gar nichts gelingen“, sagt Heertes Coach Steve Seiring mit Blick auf die beiden Eigentore, die sein Team produziert hatte. Dabei hatte es gut begonnen, mit dem frühen 1:0 schockte die Victoria ihre Gäste von der SG Steinlah/Haverlah. „Doch dann haben wir leider einen Gang runter geschaltet“, hadert der Coach.

Nach der Pause fielen die beiden unglücklichen Eigentore, die Steinlah auf die Siegerstraße brachten. „Ob wir dann 1:2 oder 1:3 verlieren ist egal. Wir haben nochmal Druck gemacht, hatten aber leider keine gute Chance mehr“, berichtet Seiring. Stattdessen legte Sven Firus für die SG zum 3:1 nach.

MTV Lichtenberg II – VfL Liebenburg 0:6 (0:3). Tore: 0:1 (6.), 0:2 (24.), 0:3 (40.), 0:4 (65.), 0:5 (67.), 0:6 (88.).

Einen rabenschwarzen Tag haben die Fußballer des MTV Lichtenberg II erwischt. „Bei Liebenburg hat einfach alles geklappt, die haben das gut umgesetzt. Bei uns lief es leider nicht so gut. Wir sind irgendwie nicht so recht auf Drehzahl gekommen“, berichtet MTV-Coach Florian Brencic.

Zwei Torwartfehler und ein Foulelfmeter brachten die Harzer zur Pause mit 3:0 in Front. „Und dann wird es für uns natürlich schwierig“, sagt Brencic. Der Sieg gehe auch in der Höhe völlig in Ordnung.

TSV Lesse – SC Gitter III 6:3 (3:2). Tore: 1:0 D. Scherwath (1.), 1:1 J. Kandemir (10.), 2:1 A. Schulzke (35.), 3:1 P. Degwart (37.), 3:2 M. Malena (42.), 3:3 A. Kizilboga (53.), 4:3 D. Sievers (71.), 5:3/6:3 A. Schulzke (81./86.).

Lesse war bereits mit der ersten Minute hellwach und erzielte direkt die schnelle Führung. Bis in die Anfangsphase der zweiten Hälfte war es ein offener Schlagabtausch, der in der 53. Minute im 3:3-Zwischenstand mündete. „Wir haben Gitter immer wieder zu Toren eingeladen“, stieß es TSV-Coach Florian Schubert sauer auf. Von da an traf dann aber nur noch Gastgeber Lesse. Das Tor von David Sievers und zwei weitere Treffer des Dreierpackers Aaron Schulzke sorgten für den 6:3-Endstand.

VfL Salder II – TSV Üfingen II 4:3 (1:2). Tore: 0:1 E. Jost (15.), 0:2 D. Leupold (30.), 1:2 R. Voges (35.), 2:2/3:2/4:2 M. Pitzschk (47./49./70.), 4:3 M. Molau (80.).

Zwei individuelle Fehler der Salderaner Hintermannschaft bescherten Üfingen eine komfortable Führung. „Zum Glück haben wir noch vor der Pause das Tor gemacht“, sagt VfL-Coach Andreas Hihn, der in der Kabine einiges umstellte. „Offensiver, ich bin also volles Risiko gegangen.“

Und das zahlte sich aus, denn Stürmer Max Pitzschk erzielte zwei schnelle Tore und drehte die Partie für die Hausherren. „Beide Treffer waren gut über Außen herausgespielt“, freut sich Hihn, dass seine neue Taktik gefruchtet hat. Pitzschk erhöhte auf 4:2 und den Gästen von Üfingens Bezirksligareserve gelang nur noch der Anschlusstreffer. „Max hat aktuell einen Lauf, der kann gerne so weitergehen“, meint Trainer Hihn lachend.

Bor. Salzgitter II – Fort. Lebenstedt II 1:4 (1:1). Tore: 1:0 R. Calinciuc (30.), 1:1/1:2 P. Blania (32./56.), 1:3 D. Hauptmann (60.), 1:4 M. Wassermann (86.).

„Ich weiß nicht, was meine Jungs in der Pause für ein Schlafmittel genommen haben“, sagt Borussia-Trainer Björn Veckenstedt. Vor dem Halbzeitpfiff hatte er für sein Team noch zehn Chancen gezählt und viel Ballbesitz gesehen. Nach Wiederanpfiff gaben die Salzgitteraner die Kontrolle über das Geschehen vollständig ab.

Und von den zehn Chancen im ersten Durchgang verwertete die Borussia lediglich eine. Und wirklich lange hielt die 1:0-Führung auch nicht an. „Nur eineinhalb Minuten später gibt es dann Handelfmeter für die Fortuna“, berichtet Veckenstedt. „Außerdem haben die einen Wahnsinnstag erwischt. Aus fünf Chancen machen die vier Tore.“

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