Graumanns Medaille vertröstet die Unioner

Zella-Mehlis.  Der Sölter Leichtathlet holt Bronze bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft. Weitere Erfolge in Uslar.

Sibylle Schunke war mit vielen weiteren Athleten des SV Union bei einem Meeting in Uslar aktiv. Die W50-Athletin landete nach 3,61 Metern in der Weitsprunggrube.

Sibylle Schunke war mit vielen weiteren Athleten des SV Union bei einem Meeting in Uslar aktiv. Die W50-Athletin landete nach 3,61 Metern in der Weitsprunggrube.

Foto: Manfred Spittler

„Anfangs klebte uns das Pech buchstäblich an den Hacken, doch die unerwartete Bronzemedaille von Martin Graumann war dann doch ein versöhnlicher Abschluss“, resümiert Christoph Olbrich das Abschneiden der Unioner Leichtathleten bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften im Wurf-Mehrkampf.

Eigentlich sollten im Thüringischen Zella-Mehlis fünf Athleten aus dem Süden der Stadt an den Start gehen, doch es kam zu einer ungewollten Auslese. Kurz vor der Anreise kam für Björn Lippold durch eine Fußverletzung das Aus für den erhofften Kampf um eine Medaille. Dann wurde Florian Olbrich der Start wegen eines Missverständnisses mit dem Wettkampfbüro verweigert und als wären die Unioner nicht schon genug gebeutelt, verletzte sich auch noch Torsten Hülsemann nach zwei Disziplinen, folglich war auch der Medaillentraum vom Team geplatzt.

Doch die beiden verbliebenen Salzgitteraner Athleten sollten mit ihren Leistungen alle versöhnen. Martin Graumann der in der Altersklasse M40 an den Start ging, profitierte nicht zuletzt von seiner Stärke im Kugelstoßen. Er erzielte mit dem 7,26-Kilogramm-Gerät als einer der Besten 11,67 Meter. Mit 2 586 Punkten hatte er in der Endabrechnung unerwartet Bronze gewonnen. „Ich habe schon ein wenig vom Ausfall meines Vereinskollegen Hülsemann profitiert, er wäre wohl stärker gewesen“, kommentiert der ehrliche Sportsmann Graumann seinen Erfolg gegen sieben Kontrahenten. Auch der M65er Christoph Olbrich zeigte sich zufrieden mit seinem Wettkampf, er sammelte als dreizehnter 2 325 Punkte und verfehlte den Kreisrekord seines Vereinskollegen Karl-Heinz Lippold nur um 27 Punkte.

Bei einem Ferienmeeting in Uslar gab es am selben Wochenende von den Sölter Athleten viele Rekorde und Jahresbestleistungen zu bestaunen. Renate Richter bewältigte in ihrer Spezialdisziplin Hochsprung mit 1,18 Meter eine neue Jahresbestleistung. Im 200-Meter-Lauf war die 68-Jährige sogar in Rekordlaune und bewältigte die halbe Stadionrunde in neuem Kreisrekord von 36,22 Sekunden, auch im Weitsprung flog sie mit 3,46 Meter auf eine neue Jahresbestmarke.

Mathias Schunke (M55) kam im Weitsprung auf 4,64 Meter, zudem absolvierte er die 200 Meter in 29,16 Sekunden und ließ den Speer auf persönliche Jahresbestmarke von 31,79 Meter fliegen. Seine Frau Sibylle (W50) kam im Weitsprung auf gute 3,61 Meter und schleuderte den Speer auf Jahresbestmarke von 18,40 Meter und Platz vier der NLV-Bestenliste. Der 64- jährige Manfred Spittler verbesserte den Hochsprungvereinsrekord seiner Altersklasse auf 1,38 Meter.

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