Union erteilt dem RSV die Höchststrafe

Braunschweig.  Das Team aus Salzgitter-Bad übernimmt nach dem 12:0 in Braunschweig die Tabellenspitze der Tischtennis-Oberliga.

Nils Schulze hatte mit seinem Gegner Kai Kobbe am meisten zu kämpfen, setzte sich aber im Entscheidungssatz mit 11:9 durch.

Nils Schulze hatte mit seinem Gegner Kai Kobbe am meisten zu kämpfen, setzte sich aber im Entscheidungssatz mit 11:9 durch.

Foto: Klaus Zopp / regio-press

Besser kann es nicht laufen: Der SV Union Salzgitter hat mit einem fulminanten 12:0-Triumph über den RSV Braunschweig die Tabellenspitze der Tischtennis-Oberliga übernommen. Die Dominanz der Sölter spiegelt sich auch im weiteren Zahlenwerk wider. Gerade einmal neun Sätze gönnten die klar überlegenen Gäste dem Schlusslicht. Auch das Ballverhältnis von 488:365 spricht eine deutliche Sprache.

RSV Braunschweig – SV Union Salzgitter 0:12

Besonders gut vorbereitet hatte sich auf diese Partie Kristof Lubin. „Kris hat den Vorteil, dass er in dem polnischen Tischtennis-Leistungszentrum Zilona Gora trainieren kann. Dort hat er nicht nur Sondertrainingseinheiten mit einem Spieler eingelegt, der Anti-Belege benutzt, sondern hat sich von einem Profitrainer der Superliga Anregungen für sein Offensivspiel geholt und umgesetzt“, informiert Teamchef Blanke zufrieden. Der Erfolg stellte sich auch gleich im ersten Satz gegen den besten Verbandsligaspieler der abgelaufenen Spielzeit, Alexander Baum ein. Er ging sofort mit 6:0 in Führung. „Danach nahm Kris allerdings den Gang raus. Das hätte schnell kippen können“, beschreibt Blanke den Leichtsinn seiner Nummer zwei, die jedoch ab Satz zwei wieder das Zepter übernahm und 3:1 gewann. Die gute Vorbereitung des 42-jährigen Allrounders wirkte sich auch gegen Jens Dittmann positiv aus. „Vor drei Jahren wäre Kris beinahe über den ekligen Anti-Belag von Jens gestolpert. Dieses Duell entschied er jedoch diesmal klar in drei Sätzen zu seinen Gunsten“, freut sich Blanke.

Auch Neuzugang Lukasz Dzikowski fand schnell die richtige Strategie gegen Dittmann. „Lukacz hat die Anti-Belag-Bälle abtropfen lassen und sehr gut gekontert“, lobt Teamchef Blanke seinen neuen Topmann, der auch in der zweiten Halbzeit mit seiner Defensivstrategie RSV-Frontmann Baum nicht den Hauch einer Chance ließ.

Mit dem ungeliebten Anti-Material versuchte auch RSV-Nachwuchshoffnung Kai Kobbe seiner Mannschaft zu helfen. Gegen den prächtig aufgelegten Felix Wilke scheiterte der Versuch jedoch kläglich, während Nils Schulze erst nach Abwehr eines Matchballes die Zügel übernahm und noch 3:2 gegen den RSV-Youngster gewann. „Nils hat sonst immer verloren. Das war eine Willenssache mit einem Arbeitssieg“, urteilt Blanke zufrieden. Auch die offenen Konterduelle mit Adrian Becovic wurden zu einer sicheren Beute von Wilke und Schulze. Henrik Fahlbusch und Florian Wagemann bewiesen einmal mehr, dass sie bislang das beste untere Paarkreuz der Oberliga bilden. Gegen Benjamin Tabak und Frank Scholz erhöhten sie ihre Einzelbilanz auf jeweils 6:0. In seinem letzten Einzel musste Wagemann allerdings gegen den extrovertierten Scholz all seine Kraft bündeln, um den vierten Satz mit 23:21 auf der Habenseite verbuchen zu können. „Das permanenten Kommentieren von Frank war einfach nur nervig und unfair. Außerdem zollte er für die beiden Punktspiele bei der Zweiten in der Landesliga vom Vortag natürlich Tribut“, kommentiert Teamchef Blanke die Leistung von Wagemann.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder