Salzgitters Sportler joggen für ihr Stammlokal

Salzgitter.  Bei der Aktion der Salzgitter-Zeitung zählt jeder gelaufene Kilometer im November für die Hilfe der heimischen Gastronomie.

Salzgitters Sportler sollen der nassen Jahreszeit trotzen und für den guten Zweck Joggen gehen.

Salzgitters Sportler sollen der nassen Jahreszeit trotzen und für den guten Zweck Joggen gehen.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Der Monat November steht voll im Zeichen des „Corona-Lockdowns light“. Die steigenden Infektionszahlen haben dafür gesorgt, dass das soziale und wirtschaftliche Leben in Salzgitter wieder eingeschränkt wurde. Davon sind vor allem zwei Gruppen der Gesellschaft betroffen: Die Sportler und die Gastronomen. Genau diese beiden Gruppen will die Salzgitter-Zeitung nun zusammenbringen und hat deshalb eine besondere Laufaktion für den November initiiert.

Während der Mannschaftssport komplett zum Erliegen gekommen ist, ist das individuelle Training weiterhin erlaubt. Hier setzt die Grundidee der SZ-Laufaktion an. Sportler sollen sich trotz der Pflichtspielpause mit Jogging fit halten und ihre Leistungen per Tracking-App aufzeichnen. Gleichzeitig müssen sich die Teilnehmer der Aktion einen Sponsor suchen, der pro gelaufenen Kilometer einen Euro zahlt. Dieser Sponsor muss nicht zwingend eine Firma oder Institution sein, sondern kann auch aus dem Bekannten-, Familien, Freundes- oder Mannschaftskreis kommen. Am Ende des Monats ergibt sich so eine Gesamtsumme. Dieser Betrag kommt dann dem jeweiligen Stammlokal des Vereins zu Gute.

Win-Win-Situation

So ergibt sich eine Win-Win-Situation: Die Sportler halten sich in der Zwangspause fit und die jeweiligen Gastronomen bekommen zumindest eine kleine Unterstützung in der Zeit, in der sie lediglich Speisen außer Haus anbieten dürfen und somit mit Umsatzeinbußen rechnen müssen.

Bei einer Vorab-Umfrage dieser Zeitung unter Salzgitters Fußballvereinen kommt die Aktion größtenteils gut an, allerdings entpuppen sich die Einstellung des Trainingsbetriebs und die Sponsorensuche als Hindernisse.

Trotzdem haben sich schon erste Teilnehmer gefunden. So hat Eduard Spissak, Trainer des Bezirksligisten MTV Lichtenberg, sogar bereits die ersten fünf Kilometer auf der Uhr und geht als gutes Beispiel voran. „Eine tolle Idee. Bisher machen bei uns leider nur ich und einer meiner Spieler mit. Aber vielleicht kommt ja noch wer dazu“, erklärt Spissak und hofft auf weitere Mitstreiter. Beim Bezirksliga-Konkurrenten TSV Üfingen haben sich bereits neun Teilnehmer gefunden, berichtet Fußball-Obmann Timo Schieb. „Solche Ideen finde ich immer super“ – so die spontane Reaktion von Schieb. Und obwohl seine Mannschaft, ähnlich wie die anderen Teams in der Region, den Trainingsbetrieb eingestellt hat, konnte er seine Vereinskollegen motivieren.

Auch Dustin Günther, Kapitän des Landesligisten SC Gitter, hat acht bis zehn Mitstreiter. Allerdings gestaltet sich die Sponsorensuche eher schwierig: „Wir müssen mal gucken, ob wir wen finden, das ist nicht so einfach hier bei uns in der Gegend.“

Jeder Verein darf mitmachen

Natürlich sind nicht nur die Fußballer von der SZ-Laufaktion angesprochen, sondern alle Sportler der Stadt, die die aktuelle trainingsfreie Zeit sinnvoll nutzen wollen, um die heimische Gastronomie zu unterstützen. Denn sicherlich haben zum Beispiel auch die Volleyballer, Handballer, Eishockey- und Tennisspieler Stammlokale in Salzgitter und Umgebung. Diese Zeitung wird in den kommenden Wochen regelmäßig über den Zwischenstand der Aktion berichten.

Anmeldung: Wer an der Aktion teilnehmen möchte, kann sich unter sport@regiopress-sz.de melden. Einfach den Verein, dass Stammlokal und die Anzahl der Teilnehmer angeben und fleißig Kilometer sammeln. Auch Unterstützer – die nicht selbst laufen, sich aber als Sponsor einbringen möchten – können sich unter derselben Adresse melden. Die Redaktion wird vermitteln und Mannschaften ohne Sponsoren anschreiben.

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