Tischtennis-Regionalliga

Union geht mit Sieg in die Pause

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Nach einem 0:2-Satzrückstand sorgten Agnius Kacerauskas (links) und Felix Wilke noch für einen wichtigen Doppel-Punkt des SV Union Salzgitter gegen Poppenbüttel.

Nach einem 0:2-Satzrückstand sorgten Agnius Kacerauskas (links) und Felix Wilke noch für einen wichtigen Doppel-Punkt des SV Union Salzgitter gegen Poppenbüttel.

Foto: Klaus Zopp / regios24

Salzgitter-Bad.  In der Tischtennis-Regionalliga schlagen die Sölter Poppenbüttel im letzten Spiel des Jahres knapp mit 6:4.

Der SV Union Salzgitter ist dank eines 6:4-Erfolgs gegen den SC Poppenbüttel – zumindest vorerst – auf den zweiten Platz der Tischtennis-Regionalliga vorgerückt. Das Tableau kann sich jedoch noch nachteilig für die Sölter verändern, da der ambitionierte TuS Celle noch zwei Spiele in der Herbstserie zu absolvieren hat. In jedem Fall kann dem SV Union der dritte Rang nicht mehr streitig gemacht werden.

„Mit dieser Bilanz sind wir als Aufsteiger natürlich sehr zufrieden“, kommentierte Teamchef Stefan Blanke die Halbzeitbilanz mit süffisantem Lächeln. Allerdings schränkte der 49-jährige Coach mit Blick auf die Rückrunde ein: „Der Drops ist noch lange nicht gelutscht. Es kann noch viel passieren. Außer Düppel, die sich etwas absetzen konnten, und Schlusslicht Preetz darf man keinen Gegner unterschätzen.“

Kacerauskas/Wilke legen Comeback hin

Den Inhalt dieser These bekamen die Sölter gegen den vermeintlichen Außenseiter Poppenbüttel zu spüren. Johan Hagberg und Nils Schulze bewiesen zwar einmal mehr, dass sie das beste Doppel der Staffel bilden, als sie im Spiel gegen das Links-Rechts-Duo Patrick Khazaeli/Juan Carlos Luperdi vor allem dank eindrucksvoller Rückhandvariationen nicht nur die Zuschauer begeisterten, sondern auch den Hanseaten nicht selten ein resignierendes Kopfschütteln entlockten.

Am Nachbartisch drohte allerdings nach den ersten beiden Durchgängen Ungemach. Kaum ein Zuschauer traute Agnius Kacerauskas und Felix Wilke nach dem 7:11, 7:11 noch eine Wende zum Positiven zu. Teamchef Blanke, der in dieser Partie nicht nur als Stuhlschiedsrichter fungierte, fand nach dem scheinbar uneinholbaren Rückstand die richtige Strategie für den späteren 12:10, 11:7, 11:5-Sieg. „Agnius und Felix haben am Anfang einfach gepennt. Wie wichtig dieser Sieg im Nachhinein wurde, haben wir erst später gemerkt.“

Mit dem 6:1 fällt die Spannung ab

Selbst der prächtig aufgelegte Schwede Hagberg hatte Mühe sich im Linkshänder-Duell mit Khazaeli zu behaupten, während dem Litauer Kacerauskas die mangelnde Vorbereitung gegen den mehrfachen Schleswig-Holstein-Meister Cords anzumerken war. „Agnius blieb weit unter seinen Möglichkeiten, weil er sich auf eine Klausurenrunde vorbereiten musste“, bat Blanke im Nachhinein der Partie um Verständnis.

Ganz anders trumpften Schulze und Wilke auf, die im unteren Paarkreuz Luperdi und Meder in Schach hielten. Als Hagberg im Topduell gegen Cords für den vorzeitigen frühen Matchpunkt zum 6:1 sorgte, war laut Blanke „die Luft raus. Danach fiel nicht nur bei Agnius die Spannung ab, sondern auch bei Nils und Felix.“ Eine Erkenntnis hat Union aus dieser Partie gezogen: Wenn Poppenbüttel beim Rückspiel wieder auf seinen ukrainischen Spitzenmann Oleksii Rybka zurückgreifen kann, wird es für jeden Gegner deutlich schwerer.

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