Handball-Landesliga

Andreas Simon improvisiert die HG Elm zum 34:27-Sieg

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Bestens aufgelegt war Elm-Rechtsaußen Martin Schoel. Der Linkshänder steuerte sieben Tore zum klaren Heimsieg seiner Mannschaft gegen die HSG Plesse-Hardenberg II bei. 

Bestens aufgelegt war Elm-Rechtsaußen Martin Schoel. Der Linkshänder steuerte sieben Tore zum klaren Heimsieg seiner Mannschaft gegen die HSG Plesse-Hardenberg II bei. 

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Schöppenstedt.  Gegen die HSG Plesse-Hardenberg II muss der Trainer spontan auf personelle Veränderungen reagieren – mit Erfolg.

Trotz des vor allem aus personeller Sicht unruhigen Starts in die Saison lässt sich die HG Elm in der Staffel Süd der Handball-Landesliga nicht beirren. Die Mannschaft von Trainer Andreas Simon feierte mit dem 34:27 (18:14) gegen die HSG Plesse-Hardenberg II im dritten Saisonspiel den zweiten Heimsieg, bügelte damit die Scharte der 22:43-Abfuhr an Spieltag 2 bei den SF Söhre II wieder aus.

„Mit nun 4:2 Punkten können wir etwas beruhigter in die nächsten Wochen gehen“, stellte Simon fest, dessen Arbeit bei der HG – so sagt der Trainer selbst – derzeit aus rund 50 Prozent Improvisation bestehe. Immer wieder fallen kurzfristig Stammkräfte aus. Oft ist erst am Spieltag klar, wie der Elm-Kader personell bestückt ist.

Youngster Maack muss bei der HG Elm am Kreis aushelfen

Gegen Plesse-Hardenbergs Oberliga-Reserve etwa musste Kreisläufer Maurice Liebelt wegen Schulterproblemen passen. Liebelt ist der einzige gelernte Kreisläufer im Kader der Handballgemeinschaft aus Schöppenstedt und Schöningen. „Er wird mindestens drei bis vier Wochen ausfallen“, berichtete Simon. Also improvisierte der Elm-Trainer und bot Youngster Jordan Maack auf dieser Position auf. Dass Maack durch seine Mitspieler oftmals von der Versorgung mit Zuspielen abgeschnitten war, hing sicher auch mit der fehlenden Eingespieltheit in dieser Konstellation zusammen. In der Schlussphase beorderte Simon den körperlich robusteren Lars Albrecht an den Kreis. „Dabei hätte ich ihn auch im Rückraum gut gebrauchen können“, sagte der HG-Coach.

Es dauerte bis weit in die zweite Halbzeit, bis die HG den Gegner und damit das Spiel im Griff hatte. Bis zum 18:18 (32.) hielten die nur mit neun Spielern angereisten Gäste mit – auch, weil die Elm-Angreifer Plesses Torhüter Christian Wedemeyer glänzen ließen. „Egal ob von den Außenpositionen oder bei Tempogegenstößen – meine Jungs haben ihm immer wieder auf die Füße geworfen“, berichtete Simon.

Der Erfolg sorgt bei der HG Elm für Aufatmen

Trotz aller Defizite im eigenen Spiel, denn auch in der HG-Abwehr greifen noch längst nicht alle Rädchen ineinander, setzten sich die Gastgeber in der Schlussphase ab. Das Trio Jan-Hendrik Vahldiek, Gerrit Gerloff und Martin Schoel entwickelte Spielfreude und Torhunger. Beim Stand von 30:23 (53.) war der Widerstand der Gäste gebrochen.

Der Erfolg sorgte im HG-Lager für ein Auf- aber nicht für ein Durchatmen. „In den kommenden Wochen kommen Gegner ganz anderen Kalibers auf uns zu. Mit einer Leistung wie gegen Plesse werden wir dann Probleme bekommen“, blickte Simon voraus, dessen Mannschaft nächsten Samstag beim mit zwei Niederlagen in die Saison gestarteten MTV Geismar gefordert ist.

HG Elm: Meyer, Höcherl – Gerloff 9, Scheller 2, J.-H. Vahldiek 11, K. Vahldiek 3, J. Maack 1, Albrecht 1, Schoel 7, S. Maack, Deupert.

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