Perfekt: Judo-Verband nominiert Scoccimarro für Olympia

Vorsfelde.  Die Kämpferin des MTV Vorsfelde geht als nationale Nummer 1 in die heiße Phase der Tokio-Qualifikation bis zum 31. Mai.

Der deutsche Judo-Bund hat Giovanna Scoccimarro (rechts) etwas früher als erwartet für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert.

Der deutsche Judo-Bund hat Giovanna Scoccimarro (rechts) etwas früher als erwartet für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert.

Foto: Revierfoto / imago images

Da gab es jetzt offenbar keinen Grund mehr zu warten: Etwas früher als angekündigt hat der deutsche Judo-Bund sich auf Giovanna Scoccimarro als nationale Nummer für die Olympischen Spiele in Tokio festgelegt. Eigentlich hatte die Entscheidung am 1. März verkündet werden sollen. Doch sie dürfte dem Verband und Bundestrainer Claudiu Pusa nach Scoccimarros drittem Platz am Wochenende beim Grand Slam in Düsseldorf nicht allzu schwer gefallen sein.

„Letztendlich konnte sich Scoccimarro Ende letzten Jahres und nun beim Grand Slam in Düsseldorf absetzen. Mit drei Podestplatzierungen bei Grand Slams seit Oktober 2019 hat sie sich in der absoluten Weltspitze etabliert und sich die Nominierung für die Olympischen Spiele in Tokio hart erarbeitet“, so die Begründung des deutschen Judo-Bunds (DJB) über die Entscheidung in der Klasse bis 70 Kilogramm.

Scoccimarro, die schon direkt nach ihrem starken Ergebnis in der Rheinmetropole, guten Mutes war, sich die Pole Position im Rennen mit Miriam Butkereit (Glinde) gesichert zu haben, hat nun endlich auch schwarz auf weiß, dass der Verband für Tokio auf sie setzen wird.

Die bereits gesammelten Punkte im Olympia-Ranking, die nicht mit der Weltrangliste gleichzusetzen ist, könnten der Vorsfelderin sogar schon reichen. Anfang März geht’s für sie zunächst mit einem Konditionslehrgang auf Lanzarote weiter. Noch bis zum 31. Mai können Zähler eingefahren werden. Scoccimarro muss danach unter den besten 18 des Olympia-Rankings stehen, wobei jede Nation nur einen Teilnehmer pro Gewichtsklasse stellen darf. as MTV-Ass ist Neunte in der Rangliste, aber sechstbeste Athletin von diesen 18 und wäre Stand heute direkt qualifiziert. Aktuell reicht sogar Platz 25 des Olympia-Rankings, auf den Scoccimarro einen Vorsprung von 1700 Punkten hat, der eigentlich nicht mehr aufzuholen ist.

Die endgültige Nominierung für Tokio nimmt dann der deutsche Olympische Sportbund am 16. Juni vor. DJB-Sportdirektor Ruben Goebel sagte mit Blick auf die Judomannschaft für Olympia: „Das ganze Trainerteam, angeführt von den beiden Bundestrainern, hat in den letzten Monaten intensiv und gut mit den Athleten gearbeitet, so dass es gelungen ist, nicht nur 13 von 14 Gewichtsklassen zu besetzen (Stand heute), sondern auch in einigen Gewichtsklassen zwei Topathleten unter die besten 18 der Welt zu führen. Dadurch haben sich spannende Duelle entwickelt und die Athleten haben sich gegenseitig zu Top-Leistungen gepusht.“

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