Scoccimarro: Olympia-Plan bleibt

Vorsfelde.  Giovanna Scoccimarro, Judo-Ass des MTV Vorsfelde, geht davon aus, dass sich durch die Corona-Pandemie nichts ändert und sie nach Tokio fährt.

Giovanna Scoccimarro (rechts) vom MTV Vorsfelde hofft, dass es auch im Judo bald weiter nach vorne gehen kann.

Giovanna Scoccimarro (rechts) vom MTV Vorsfelde hofft, dass es auch im Judo bald weiter nach vorne gehen kann.

Foto: Revierfoto / imago images

Am Maschsee in Hannover, wo Giovanna Scoccimarro ihre Laufrunden dreht, kennt sie bereits jeden Stein. „Vorder- und Rückseite“, sagt das Judo-Ass des MTV Vorsfelde lachend. Die 22-Jährige lebt, arbeitet (bei Volkswagen) und trainiert (am Olympiastützpunkt) in der Landeshauptstadt. In Zeiten von Corona zählen die Laufrunden zum Pflichtprogramm. Und obwohl ein Wettkampftraining noch nicht möglich ist, gibt es einige Fortschritte bei der Top-Judoka.

Mit den ersten Lockerungen war nur Training im Freien möglich, inzwischen dürfen Scoccimarro und Co. auch die Judo-Halle wieder nutzen. Wenn auch eingeschränkt. „Kraft- und Zirkeltraining sind wieder möglich“, so die Vorsfelderin. In zwei Wochen ist die Nationalmannschafts-Athletin zu einem Lehrgang in Kienbaum, vielleicht folgt dort ein weiterer Schritt Richtung Normalität.

Im Judo sind sie insgesamt noch ein gutes Stück weit von so etwas wie Normalität entfernt, bis – mindestens – in den September hinein sind alle großen, und damit für Scoccimarro relevanten, Turniere abgesagt. So gerne sie auch auf die Matte zurückkehren würde, es ist der 22-Jährigen schon recht, wenn bis zum Judo-Neustart das Risiko einer Infektion möglichst niedrig ist.

https://www.wolfsburger-nachrichten.de/sport/regionalsport/wolfsburg/article229036663/Scoccimarro-Pizza-als-WM-Belohnung.html

Judo-Turniere ohne Weltranglistenpunkte denkbar

Bei den Turnieren könnte es zunächst einmal ohne Weltranglisten-Punkte losgehen. „Judo ist natürlich ein bisschen wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht. Aber man wird erst einmal wieder ein Gefühl kriegen müssen. Und natürlich geht es dann auch um Verletzungsprophylaxe“, sagt das MTV-Ass, das aus Ehra-Lessien im Kreis Gifhorn stammt.

Die Corona-Pandemie hatte Scoccimarro und die Judo-Welt wie alle anderen olympischen Sportarten hart getroffen. Die Vorsfelderin war aufgrund ihrer erzielten Punkte im Olympia-Ranking, der Form und Erfolge vom deutschen Judo-Bund für Olympia in Tokio vorgesehen, das dann auf den kommenden Sommer verschoben wurde. Die sportliche Qualifikation hatte die Vorsfelderin praktisch sicher, dass sie noch abgefangen wird, war nahezu unmöglich.

An Scoccimarros Olympia-Plan ändert sich nichts

Die 22-Jährige hofft, dass das auch für kommendes Jahr gilt. „Die Nominierung soll bestehen bleiben“, beruft sie sich auf Aussagen von Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa. Bis zum Frühjahr war es ein Duell mit Miriam Butkereit (Glinde) gewesen, ehe sie kurz vor Ausbruch der Pandemie die Bestätigung des nationalen Verbands DJB hatte. Für die Spiele in Tokio für nimmt sie dann auch die Laufrunden um den bereits bestens bekannten Maschsee gern in Kauf und fügt an: „Es gibt auch noch andere schöne Strecken in Hannover.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder