Kreisfußballtag: Vorsitzender Pinelli und Vorstandsteam wiedergewählt

Wolfsburg.  Wolfsburgs Fußballkreis-Chef kündigt in der Schiri-Frage die Diskussion mit dem Bezirk über Abstellungen an.

Im Amt bestätigt: Stefan Pinelli führt auch in den nächsten zweieinhalb Jahren als Vorsitzender den Fußballkreis Wolfsburg an.

Im Amt bestätigt: Stefan Pinelli führt auch in den nächsten zweieinhalb Jahren als Vorsitzender den Fußballkreis Wolfsburg an.

Foto: Helge Landmann / Regios24

In schwierigen Zeiten demonstrierten die Wolfsburger Fußballer Kontinuität und Geschlossenheit. Anlässlich ihres um vier Monate verschobenen Kreistags, der wegen der Corona-Pandemie virtuell stattfinden musste, stellte sich fast die gesamte Führungsmannschaft um den ebenfalls im Amt bestätigten Vorsitzenden Stefan Pinelli (TV Jahn Wolfsburg) am Donnerstagabend zur Wiederwahl. Alle alten und neuen Amtsträger wurden mit großer Mehrheit gewählt. Die großen Herausforderungen der neuen knapp dreijährigen Amtsperiode gehen die Kicker aus der Volkswagenstadt mit einer soliden Basis und einem eingespielten Team an.

Insgesamt lediglich sechs personelle Veränderungen im Vorstand und in den Ausschüssen gab es. Die prominenteste: Wolfsburgs ehemaliger Top-Schiedsrichter Jörg Hielscher (TSV Heiligendorf) verstärkt das Kreissportgericht als zusätzlicher Beisitzer. Die bisherigen Kassenprüfer Volker Heling (VfL Wolfsburg) und Rolf Philipps (TSV Wolfsburg) traten indes nicht mehr zur Wahl an. Zu ihren Nachfolgern wurden Manfred Rösner (SV Brackstedt), Horst Hansmann (SV Nordsteimke) und Sascha Mrozek (TSV Heiligendorf) bestimmt. Aus dem Jugendausschuss scheidet Beisitzer und Jugendspielleiter Oliver Stützer (WSV Wendschott) aus. Auf ihn folgt Jens Wiese (SSV Vorsfelde). Und: Das Amt des Schulfußballreferenten und Beauftragten für Nachhaltigkeit und Vielfalt übernimmt Kreis-Chef Stefan Pinelli in Personalunion. Zuvor hatte es sein Bruder Florian Pinelli inne.

Reibungslose Wahlen

Die Wiederwahlen liefen reibungslos ab, die Vereine folgten allen Vorschlägen des Vorstands, Kampfabstimmungen, wie sie in der Vor-Pinelli-Zeit keine Seltenheit waren, gab es nicht. Der Fußballkreis präsentiert sich im Moment einträchtlich und weiblicher denn je. Der vier Personen umfassende geschäftsführende Vorstand besteht weiter aus Pinelli und drei Frauen: Svenja Heling (stellvertretende Vorsitzende und Ehrenamtsbeauftragte/VfL Wolfsburg), Susanne Schreinecke (Schatzmeisterin/VfB Fallersleben) und Gabriele Kiehne (Schriftführerin/TV Jahn Wolfsburg).

Auch die Ausschuss-Vorsitzenden Anja Hoppe (Frauen und Mädchen/WSV Wendschott), Bernd Hartwig (Spielbetrieb/SV Reislingen-Neuhaus), Martin Pfeil (Jugend/VfL Wolfsburg), Claudio Menna (Schiedsrichter/Lupo Martini Wolfsburg), Olcay Irek (Qualifizierung, Futsal, Beachsoccer und Streetsoccer/US Atletico Wolfsburg) bleiben an Bord. Neu hinzu kommt der noch junge, bislang kommissarisch fungierende Ausschuss für eFootball, zu dessen Vorsitzendem Ingo Pillasch (SV Nordsteimke) bestimmt wurde.

Solide gewirtschaftet

Trotz coronabedingt fehlender finanzieller Einnahmen durch den Saisonabbruch im Frühjahr 2020 und die Spielunterbrechung im Herbst 2020 wirtschaftete der NFV-Kreis Wolfsburg solide. Die Entlastung des Vorstandes war ein kurzer formaler Akt (235 Ja-Stimmen, keine Enthaltungen, keine Nein-Stimmen). Am Ende des Berichtsjahres 2020 stand sogar ein kleines Plus von 594 Euro. Für die Jahre 2021 (Ausgaben und Einnahmen in Höhe von je 37.000 Euro) und 2022 (je 40.500 Euro) planen Pinelli und Co. mit einem ausgeglichenen Haushalt.

In seinem Rechenschaftsbericht sprach Pinelli ein Thema an, dass in den nächsten Jahren zu einer Diskussion mit dem übergeordneten Bezirk Braunschweig führen könnte: die Schiedsrichter-Abstellung. „Ich freue mich, dass unsere Schiedsrichter zahlreich im Bezirk zum Einsatz kommen. Aber es sind die Kreise, die die Schiris rekrutieren und ausbilden, der Bezirk hat das bisher nicht getan. Wir haben bisher zwar gesagt, der Bezirk geht vor. Aber wir müssen auch zusehen, dass die Kreise zu ihrem Recht kommen“, sagte der Kreis-Vorsitzende und stellte die gängige Praxis in Frage.

Vier Vereine fehlen

Insgesamt waren 26 von 30 Wolfsburger Vereinen mit Fußballabteilungen beim virtuellen Kreisfußballtag vertreten. US Atletico, Post-SV, Vatan-Sport und TV Jahn fehlten laut Kreis-Vorstand. Mit 259 von 285 Mitglieder-Stimmen, verteilt je nach Größe der Klubs, war die reibungslos verlaufene Versammlung jedoch beschlussfähig.

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