Knoche: Es geht nur über Einsatz, Willen, Leidenschaft

Wolfsburg  Der Verteidiger gehört zurzeit zu den besten Wolfsburgern. Schmidt ärgern die Verwarnungen in der Schlussphase.

Robin Knoche (in Weiß) ist zurzeit einer der besten Wolfsburger. Hier wird er von Bremens Niklas Moisander gefoult.

Foto: regios24/Simka

Robin Knoche (in Weiß) ist zurzeit einer der besten Wolfsburger. Hier wird er von Bremens Niklas Moisander gefoult. Foto: regios24/Simka

Der Frust der Spieler des VfL Wolfsburg über ihre eigene desolate Leistung bei der 1:3-Niederlage in Bremen entlud sich in der Schlussphase. Gleich vier gelbe Karten holten sich die entnervten Grün-Weißen ab. Erst riss Jeffrey Bruma seinen ehemaligen Mitspieler Max Kruse um, dann haute Renato Steffen mit gestrecktem Bein Florian Kainz auf Kniehöhe weg, ehe sich Maximilian Arnold und Paul Verhaegh so sehr über die Gesamtsituation ärgerten, dass Referee Deniz Aytekin auch sie mit Verwarnungen bedachte. „Solche Emotionen“, sagte Trainer Martin Schmidt zu Recht, „hätte man vielleicht früher mal gebraucht.“

Viel zu teilnahmslos hatten sich seine Kicker in den ersten 45 Minuten ihrem Schicksal ergeben. Ohne Gegenwehr, die sich erst in der Schlussphase entlud. Nicht nur, dass das VfL-Quartett damit ein schlechtes Bild in der Öffentlichkeit abgab, die Verwarnungen könnten dem Team im weiteren Saisonverlauf noch teuer zu stehen kommen. „Wir holen uns in der Nachspielzeit dritte und vierte gelbe Karten ab, die uns in drei, vier Spielen schwächen werden“, bemängelt Schmidt. „Das sind Dinge, bei denen wir die Konzentration hochhalten müssen.“

Einer der wenigen Wolfsburger, der in den vergangenen Wochen konstant seine Leistung bringt, ist Robin Knoche. Der 25 Jahre alte Innenverteidiger nimmt vor den wichtigen Wochen das Team in die Pflicht. „Wir Spieler müssen uns an die eigene Nase fassen und uns hinterfragen, ob wir alles für den Erfolg tut. Wir setzen einfach nicht das um, was wir uns vorgenommen haben“, sagt er deutlich.

Er hat den Abstiegskampf in der abgelaufenen Saison mitgemacht und sagt daher, dass der Mannschaft die Lage bewusst sei. „Aber nur darüber zu reden, bringt nichts. Wir müssen handeln. Es geht nur über Einsatz, Willen und Leidenschaft“, sagt er. Zuversicht gibt ihm das, was er in der täglichen Arbeit im Training erlebt. „Da sieht man, was wir für eine Qualität haben. Aber es bringt nichts, diese nur im Training zu zeigen, wir müssen sie in der Bundesliga bringen. Es liegt an uns. Wir stehen auf dem Platz, niemand sonst“, sagt er und blickt voraus. „Wenn ich keine Hoffnung mehr hätte, muss ich mich am Wochenende nicht mehr auf den Platz stellen.“ Knoche geht in der schwierigen Phase voran. Auf dem Rasen und in der Ansprache. leha

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