VfL Wolfsburg: Mit Guilavogui nicht zu schlagen

Wolfsburg.  Der VfL Wolfsburg hat in der Saison noch nicht verloren, wenn der Kapitän dabei war. Der möchte seine Serie zu Hause gegen Mainz fortsetzen.

Der Kapitän hat alles im Blick: VfL-Franzose Josuha Guilavogui feierte in Freiburg sein Comeback - und will gegen Mainz seine Ungeschlagen-Serie ausbauen.

Der Kapitän hat alles im Blick: VfL-Franzose Josuha Guilavogui feierte in Freiburg sein Comeback - und will gegen Mainz seine Ungeschlagen-Serie ausbauen.

Foto: Darius Simka / regios24

Josuha Guilavogui muss lachen. „Ich hoffe schon, dass das mit mir zusammenhängt“, sagt der Franzose, dessen Wert für den VfL Wolfsburg sich deutlich in der Statistik zeigt. In nur acht Pflichtspielen konnte der Kapitän des Fußball-Bundesligisten verletzungsbedingt mitwirken, keines ging verloren. Mit Guilavogui gab es sechs Siege und zwei Unentschieden. Am Samstag zu Hause gegen Mainz soll seine Serie weitergehen.

Beim 3:3 in Freiburg am Samstag hatte der 28-Jährige sein Comeback gegeben. Nach seinem Kreuzbandriss in der Hinrunde hatte ihn eine Zerrung im Oberschenkel nach der Winterpause außer Gefecht gesetzt. Prompt war es zu Beginn der Rückrunde mit dem VfL bergab gegangen. Mit dem Resultat in Freiburg konnte Guilavogui auch nicht richtig gut leben. „Glücklich bin ich damit nicht. Wir sind dreimal in Führung gegangen. Aber wir hätten sogar verlieren können“, fasst der Kapitän das turbulente Geschehen im Breisgau zusammen.

Guilavogui ist enorm wichtig für den VfL. In den elf Spielen, die der Franzose in der Hinrunde verpasst hatte, holten die Wolfsburger lediglich drei Siege. „Wir wissen“, erklärt Trainer Bruno Labbadia, „welchen Wert Josh für uns hat.“ Als Balldieb vor der Abwehr, doch vielmehr als Führungskraft. Sein fröhliches Naturell hilft ihm auch in schwierigen Situationen. „Es ist wichtig, dass er wieder da ist“, sagt Labbadia über seinen Kapitän, der bei ihm eine Startelfgarantie hat. Dafür musste in Freiburg Elvis Rexhbecaj auf der Bank Platz nehmen.

So könnte es auch gegen Mainz wieder laufen. Gegen die Rheinhessen stehen die Wolfsburger tatsächlich auch ein wenig unter Druck – allerdings unter selbst gemachtem. Denn sie sind als Siebter voll im Rennen um die Europapokal-Plätze dabei. Und wer einmal mitmischt, der will natürlich bis zum Ende in der Verlosung bleiben. Guilavogui weiß: „Wir müssen unter den ersten Sechs bleiben. Das wird nicht einfach.“ Der Mittelfeldmotor hat allerdings eine Lösung parat: „Wenn wir alle Spiele zu Hause gewinnen, haben wir eine gute Chance.“

Doch genau hier hakt es bei den Grün-Weißen. In der Heimtabelle stecken sie im Abstiegskampf, stehen nach nur drei Heimsiegen auf Platz 14. Dank ihrer Auswärtsauftritte dürfen sie von Europa träumen. Woran liegt’s? Für Guilavogui auch daran, dass die Gästeteams in der VW-Arena immer etwas tiefer stehen. „Dann haben wir zwar viel Ballbesitz, aber wenig Torchancen. Das müssen wir verbessern“, fordert Guilavogui. Am besten schon gegen Mainz.

Er selbst hat sich vorgenommen, noch mehr Torgefahr auszustrahlen. Zwei Treffer hat er bereits erzielt – genauso viele wie sein Landsmann Jérôme Roussillon. Der französische Linksverteidiger hatte in Freiburg einen Treffer beigesteuert. „Ich hoffe, dass er noch viele Tore schießt – aber nicht mehr als ich“, so Guilavogui lachend.

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