VfL Wolfsburg: Trainer Glasner fliegt zufrieden zurück

Almancil.  Der VfL-Trainer zieht ein positives Fazit des Trainingslagers in Portugal und sieht Verbesserungen in mehreren Bereichen.

Oliver Glasner.

Oliver Glasner.

Foto: Darius Simka/regios24 / regios24

Oliver Glasner, der Trainer des VfL Wolfsburg, wirkt dieser Tage gelöst, fast schon euphorisch. Der Österreicher ist hochzufrieden damit, wie sich seine Spieler im Trainingslager in Almancil präsentiert haben. Sein Fazit fällt daher „sehr, sehr positiv“ aus. Am Samstag endet der Aufenthalt des Bundesligisten an der portugiesischen Algarve-Küste, nach einer Einheit am Vormittag geht’s von Faro aus zurück nach Braunschweig. Mit an Bord: ein zufriedener Trainer.

Eine Woche lang konnten sich die Wolfsburger bei besten Bedingungen auf die Rückrunde vorbereiten. Der Trainingsplatz der modernen Anlage „The Campus“ und das Hotel boten den Rahmen, den die Profis in den bis zu zwei Einheiten pro Tag mit Leben füllten. „Ich bin sehr zufrieden damit, wie die Spieler mitgezogen und versucht haben, die Vorgaben umzusetzen“, erklärt Glasner. Mit den Auftritten in den Testspielen am Freitag gegen den FC Seoul (1:1) und Servette Genf (1:2) konnte der Trainer allerdings nicht glücklich sein.

Dennoch: Schritte nach vorn hat der VfL-Coach an mehreren Fronten ausgemacht. Zum einen am Verhalten der Spieler schon während des Trainings, weil sie sich mehr einbringen, als dies zu Beginn seiner Amtszeit der Fall war. Zum anderen im fußballerischen Bereich. Glasner stellt fest, dass seine Philosophie immer mehr verinnerlicht wird. Er sieht Abläufe, „die sich gefestigt haben“. Vor allem in der Umschaltbewegung und im Gegenpressing, „und das unabhängig davon, ob wir im 4-3-3 oder im 4-4-2 spielen“, berichtet der 45-Jährige. „Das geht mehr und mehr ins Blut über.“

Auch in Sachen Personal gab’s kaum schlechte Nachrichten. Ernsthaft verletzt hat sich niemand, es gab mit Jeffrey Bruma und William lediglich zwei Krankheitsfälle im Team. „Doch es haben fast alle alles mitmachen können, und so konnten wir das durchziehen, was wir uns vorgenommen hatten“, erklärt Glasner, auf dessen Programm neben dem Umschalten und dem Gegenpressing vor allem Standardsituationen standen. Fast an jedem Tag streute der Trainer Übungen mit dem ruhenden Ball ein. Er sieht darin ein probates Mittel, die in der Hinrunde maue Torausbeute zu verbessern.

Mit Tim Siersleben, Julian Justvan und Mamoudou Karamoko waren auch drei Spieler aus der U23 die gesamte Woche in Portugal dabei. Sie hätten sich „sehr, sehr gut“ eingefügt, lobt Glasner, der das Trio bei taktischen Übungen auch mal an die Seitenlinie stellte. So sollten sie von außen beobachten, wie die eine oder andere Situation gelöst werden soll. Dennoch werden sie in der Rückrunde die meiste Zeit wieder bei der Regionalliga-Reserve trainieren. „Wir werden das fallweise entscheiden“, erklärt Glasner, dem der Kader sonst zu groß wird, wenn alle Profis fit sind.

Was den Wolfsburgern die Tage in Portugal gebracht haben, wird sich in einer Woche zeigen. Am 18. Januar startet die zweite Saisonhälfte mit dem Spiel in Köln. In Almancil sah’s gut aus, was der VfL zeigte, „aber das war nur Training“, sagt der Coach. „Nun geht’s darum, das auch anzuwenden.“ Doch bevor es ernst wird, dürfen die Profis noch einmal ausspannen. Am Sonntag und am Montag haben sie frei.

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