Nur Ginczek trifft bei 1:2 des VfL Wolfsburg gegen Genf

Albufeira.  Die vermeintliche A-Elf verliert gegen den Schweizer Erstligisten. Glasner bemängelt danach: Zu fehleranfällig, zu langsam.

Daniel Ginczek.

Daniel Ginczek.

Foto: Darius Simka/regios24 / regios24

Im zweiten Test des Tages gegen Servette Genf durfte sich die Elf präsentieren, die nach den Eindrücken des Trainingslagers in Portugal aktuell die beste Auswahl des VfL Wolfsburg darstellt. Der Ball lief gerade in der zweiten Hälfte besser nach vorn, doch am Ende gab’s eine Niederlage: Durch ein spätes Tor verlor der Bundesligist 1:2 (0:0).

Wie schon beim 1:1 gegen den FC Seoul kurz zuvor schickte VfL-Trainer Oliver Glasner seine Spieler im 4-4-2-System mit Raute auf den Platz. Die kreative Position hinter den beiden Spitzen Wout Weghorst und Daniel Ginczek durfte Josip Brekalo bekleiden. Das Zusammenspiel klappte in der ersten Hälfte aber nicht wirklich gut. Die eine oder andere gute Kombination war durchaus dabei, aber das meiste blieb Stückwerk. Das Ergebnis: nicht eine gute Torchance für die Wolfsburger. Die einzig nennenswerte Gelegenheit hatte Koro Koné, der nach einem Konter frei vor dem VfL-Tor auftauchte, aber drüber schoss (19.).

Nach Wiederanpfiff und dem Wechsel von 4-4-2 auf 4-3-3 dauerte es indes nur wenige Sekunden, ehe Genfs Keeper Jeremy Frick das erste Mal eingreifen musste und Jérôme Roussillon den Ball vom Fuß spitzelte. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite, Grejonh Kyei traf vom Punkt, nachdem Ginczek den Ball nach einer Ecke im Strafraum an die Hand bekommen hatte (49.). Immerhin: Danach wurde der VfL wieder ein bisschen zielstrebiger nach vorn. Erst zirkelte Maximilian Arnold einen Freistoß gefährlich aufs Tor (59.), dann hätte Ginczek, frei und mit viel Zeit ausgestattet, eigentlich das 1:1 machen müssen, schoss aber vorbei (63.).

Eine Minute später machte der Stürmer es besser, traf aus 14 Metern, obwohl der Ball viel schwerer zu verwerten war als der kurz zuvor. Die Wolfsburger waren nun drauf und dran, in Führung zu gehen – und die wäre auch nicht mehr unverdient gewesen. In der 70. Minute parierte der Keeper erst einen Schuss Weghorsts, dann hielt Frick auch noch den Kopfball Josuha Guilavoguis nach der anschließenden Ecke – und wieder klingelte es dafür auf der anderen Seite. Erneut war es Kyei, der kurz vor dem Abpfiff Genfs Siegtor erzielte.

1:1 gegen Seoul, dann das 1:2 gegen Genf – „in Summe haben wir gesehen, dass wir noch einiges zu tun haben“, fasste Glasner die Partien am vorletzten Tag des Trainingslagers zusammen. Seine Mängelliste: „Zu fehleranfällig, zu langsam“ habe die Mannschaft gespielt, „und wir haben zu einfach Gegentore gefangen“, kritisierte der VfL-Coach, der die Entstehung des zweiten Genfer Treffers in der Entstehung als „grotesk“ bezeichnete. Und nun? „Vielleicht ist es besser, jetzt weniger zu reden und mehr zu machen“, sagt Glasner, der den Fokus auf die Arbeit auf dem Platz legt.

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Tisserand, Brooks, Roussillon – Guilavogui – Schlager, Arnold – Brekalo – Ginczek, Weghorst.

Tore: 0:1 Kyei (49.), 1:1 Ginczek (64.), 1:2 Kyei (90.).

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