VfL-Start: Gegen Bremen kann aus gut sogar sehr gut werden

Wolfsburg.  Oliver Glasner, Trainer des VfL Wolfsburg, jagt seinen eigenen Startrekord. Die Vorsaison sollte aber als Mahnung dienen.

Seit Saisonbeginn und damit seit acht Partien ungeschlagen: Trainer Oliver Glasner (rechts) und der VfL Wolfsburg siegten zuletzt mit 2:0 auf Schalke und jagen ihre Bestmarke aus der vorherigen Spielzeit.

Seit Saisonbeginn und damit seit acht Partien ungeschlagen: Trainer Oliver Glasner (rechts) und der VfL Wolfsburg siegten zuletzt mit 2:0 auf Schalke und jagen ihre Bestmarke aus der vorherigen Spielzeit.

Foto: Tim Rehbein / regios24

Mit vier Remis hatte die Bundesliga-Saison für den VfL Wolfsburg begonnen. Das durfte man getrost als holprigen Start bezeichnen. Doch Trainer Oliver Glasner wurde nicht müde zu betonen, dass sein Team aus dem positiven Blickwinkel noch ungeschlagen ist. Vier Spiele später ist es das immer noch. Aber in der Zwischenzeit gab’s drei Siege – und schon ist aus einem holprigen ein guter Start geworden. Und er kann auch noch sehr gut werden…

Denn Glasner ist offenbar ein Saisonstart-Spezialist , der nun obendrein seine eigene Bestmarke jagt. In der vorherigen Spielzeit, seiner ersten in Wolfsburg, war der Österreicher mit neun Partien ohne Niederlage gestartet. Nach dem sehenswerten 2:0-Sieg am Samstag bei Schalke 04 steht der Unbesiegt-Zähler nun bei acht. Am Freitag im Heimspiel gegen Werder Bremen (Anpfiff 20.30 Uhr) kann der VfL den Rekord aus dem Vorjahr ein- und eine Woche darauf bei Kellerkind 1. FC Köln einen neuen aufstellen. Das ist ganz und gar keine unrealistische Vorstellung .

In der Vorsaison knallte es gegen Leipzig

Doch Geschäftsführer Jörg Schmadtke hat es auf den Punkt gebracht. „Jetzt kommt der schwierige Part: das Dranbleiben, die Bestätigung der Leistungen“, sagt der 56-Jährigen im „Kicker“. Das gelang in der vergangenen Saison nicht. Da war der VfL nach neun Spielen ohne Niederlage mit 17 Punkten Vierter der Tabelle. Dann gab’s ein krachendes 1:6 im Pokal gegen Leipzig und mit 0:3 die erste Liganiederlage bei Borussia Dortmund. Erst nach einem 1:3 in der Europa League gegen KAA Gent und einem 0:2 in der Bundesliga gegen Leverkusen fingen sich die Wolfsburger wieder. Doch an die Konstanz des Saisonstarts kamen sie im Verlaufe der Spielzeit nicht mehr heran.

Hochgerechnet käme der VfL auf 60 Punkte

In dieser Saison ist der VfL nach acht Spieltagen Tabellensechster mit 14 Zählern. Sich in dieser Region des Tableaus festzubeißen, ist das Ziel. Behielten die Wolfsburger diesen Punkteschnitt bei, kämen sie auf knapp 60 Punkte am Saisonende. Das reichte vergangene Spielzeit für die Europa League. Und so würden sie Schmadtkes Wunsch erfüllen. Der Geschäftsführer hatte vor Saisonbeginn davon gesprochen, dass er sich „zehn bis 15 Punkte“ mehr wünsche als in der Vorsaison. Da hatte der VfL 49 Zähler eingefahren und musste als Siebter in die Qualifikation für die Europa League.

Doch nach nicht einmal einem Viertel der Saison sind das natürlich in erster Linie Zahlenspiele . Schmadtke sagt zu Recht: „Das Tagesgeschäft ist zu schnelllebig, da müssen wir keine Hochrechnungen anstellen.“

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