VfL Wolfsburg

Florian Kohfeldt und Marco Rose: Die zwei Kumpels von Hennef

| Lesedauer: 3 Minuten
VfL-Trainer Florian Kohfeldt und Dortmund-Coach Marco Rose verbindet eine Freundschaft.

VfL-Trainer Florian Kohfeldt und Dortmund-Coach Marco Rose verbindet eine Freundschaft.

Foto: TEAM2 via www.imago-images.de / imago images/Team 2

Wolfsburg.  Wenn der VfL Wolfsburg auf Borussia Dortmund trifft, sehen sich zwei alte Freunde wieder. Kohfeldt und Rose kennen sich vom Fußballlehrer-Lehrgang.

Wer im selben Boot sitzt, hält zusammen. Das ist bei Fußball-Trainern nicht anders. Freiburgs Christian Streich etwa sprang seinem Kollegen Mark van Bommel zur Seite, als der Ex-VfL-Coach nach der Niederlage gegen den SC auf Van-Bommel-Raus-Rufe in der VW-Arena angesprochen wurde. Manchmal gehen die Verbindungen aber auch darüber hinaus. Bei Florian Kohfeldt und Marco Rose zum Beispiel.

Nach dem Rauswurf Florian Kohfeldts bekundete Marco Rose seine Wertschätzung

Der Trainer des VfL Wolfsburg und sein Pendant von Borussia Dortmund haben gemeinsam die Schulbank gedrückt und im Jahr 2015 den Fußballlehrer-Lehrgang im nordrhein-westfälischen Hennef gemeistert. Seither verbindet sie eine Freundschaft – inklusive öffentlicher Sympathiebekundungen. Beispiel gefällig? Als Kohfeldt im Mai von Werder Bremen vor die Tür gesetzt worden ist, reagierte Rose, damals in Diensten Borussia Mönchengladbachs, mit einem Anflug von Mitgefühl, das durchaus über die Grundsolidarität zwischen Übungsleitern hinaus geht.

Und diese Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. „Rosi ist erstmal ein Top-Charakter, ein Top-Mensch, mit dem ich mich auch völlig unabhängig vom Fußball ab und zu austausche. Und ich halte auch als Trainer unheimlich viel von ihm. Für mich ist er einer der absoluten Top-Trainer in Deutschland, ich schätze ihn sehr", sagt Wölfe-Coach über den BVB-Trainer.

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Wenn der VfL Wolfsburg auf Borussia Dortmund trifft, ruht die Freundschaft

Kontakt zwischen den beiden Fußball-Lehrern besteht weiterhin. Am Samstag wird die Freundschaft aber ruhen – wenn auch nur für 90 Minuten. Wenn die Grün-Weißen am Samstag (15.30 Uhr) die Borussia aus Dortmund empfangen, ist erst einmal Arbeit angesagt – und da wird sich nichts geschenkt. Schließlich sind beide Wettkämpfer, und schließlich wollen beide mit ihren Klubs die Delle aus dem Champions-League-Auftritt unter der Woche ausbessern. Nicht nur die Wolfsburger (0:2 in Sevilla), sondern auch die Dortmunder (1:3 bei Sporting Lissabon) hatten in der Königsklasse einstecken müssen.

Für eine Umarmung und ein kurzes Zwiegespräch vor dem Spiel wird aber sicher noch Zeit sein, bevor es in den Attacke-Modus geht. Genau wie damals in Hennef. Da saßen die beiden im Klassenzimmer gemeinsam – zwischen ihnen nur Thomas Reis. Die Lümmel aus der letzten Reihe haben es zu etwas gebracht. Kohfeldt wurde immerhin Jahrgangsbester. Nun sind beide für Champions-League-Klubs verantwortlich. Es hätte durchaus schlimmer kommen können, oder? Und für Freunde freut man sich doch immer am meisten. Auch wenn die Freundschaft am Samstag kurz auf Pause gestellt werden wird.

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