VfL-Frauen fehlen auf einmal 43 Tore

Wolfsburg.  Nach dem Harder-Abgang fällt auch Ewa Pajor beim VfL Wolfsburg lange aus. Aber noch hat Trainer Lerch Alternativen.

Fehlt dem VfL Wolfsburg lange: Stürmerin Ewa Pajor.

Fehlt dem VfL Wolfsburg lange: Stürmerin Ewa Pajor.

Foto: Darius Simka / regios24

Vor dem zweiten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga erreichte die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg eine Hiobsbotschaft. Ewa Pajor wird nicht nur das Auswärtsspiel am Sonntag (13 Uhr) bei der TSG Hoffenheim verpassen, sondern bis Jahresende keine Partie mehr für den Double-Sieger bestreiten. Sie hat sich eine schwere Knieverletzung zugezogen. Das ist ein harter Schlag für den VfL.

Die Wolfsburgerinnen haben binnen kürzester Zeit ihre beiden torgefährlichsten Angreiferinnen verloren. Pernille Harder hatte sich mit 27 Treffern in der abgelaufenen Saison die Torjägerkrone geholt, wechselte aber zum FC Chelsea. Pajor wurde mit 16 Toren ligaweit Dritte. Dem VfL fehlen somit auf einen Schlag 43 ihrer 93 Treffer, die sie in der Vorsaison erzielten.

Verletzung passierte schon am 30. August

Zugezogen hatte sich die Polin die Verletzung bereits im Finale der Champions League, das die Wolfsburgerinnen am 30. August mit 1:3 gegen Olympique Lyon verloren hatten. Da war sie in der 61. Minute verletzt ausgewechselt worden. Aber erst ein operativer Eingriff am Donnerstag zeigte die Schwere der Verletzung. Der VfL teilte mit, dass Pajor „frühestens in drei Monaten“ wieder mit dem Aufbautraining beginnen könne. Die 23-Jährige könnte allerdings noch länger fehlen. Ob und wie lange tatsächlich wird aber erst eine Nachuntersuchung in einigen Wochen zeigen.

Lerch hat noch Alternativen

Für VfL-Trainer Stephan Lerch bedeutet das: Er muss sich nicht nur im Hinblick auf das Duell mit dem Vorjahresdritten Hoffenheim etwas überlegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Klub noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, ist groß. Ausgerechnet Hoffenheims Nicole Billa gilt als heiße Kandidatin. Aber auch ohne Neuzugang hat Lerch noch Optionen. Immerhin stehen ihm in der Offensive mit Alexandra Popp, Pauline Bremer und Svenja Huth drei deutsche Nationalspielerinnen zur Verfügung.

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