EU verhängt ab Freitag Strafzölle gegen US-Produkte

Brüssel  Der Handelsstreit zwischen EU und USA geht in die nächste Runde: Ab Freitag gelten höhere EU-Zölle auf Waren wie Jeans und Motorräder.

Die Vergeltungszölle der EU im Handelsstreit mit US-Präsident Donald Trump greifen ab Freitag.

Die Vergeltungszölle der EU im Handelsstreit mit US-Präsident Donald Trump greifen ab Freitag.

Foto: Evan Vucci / dpa

Die Vergeltungszölle der EU im Handelsstreit mit den USA greifen ab Freitag.

Ab dem Tag gelten die Strafabgaben im Wert von 2,8 Milliarden Euro auf amerikanische Produkte, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Zuvor hatten die EU-Länder dem Vorgehen einstimmig zugestimmt.

Die Strafabgaben werden auf US-Waren wie Jeans, Erdnussbutter und Motorräder fällig. Sie sind die Antwort der EU auf die Anfang des Monats verhängten US-Zölle auf Stahl und Aluminium aus Europa.

James Comey rät: EU soll längerfristig denken

Der frühere FBI-Chef James Comey rät Europa im Zollstreit mit den USA, sich selbst treu zu bleiben und längerfristig zu denken. Wer mit US-Präsident Donald Trump zu tun habe, „sollte an die Werte denken“, für die er stehe, sagte Comey im Interview mit unserer Redaktion . Wer auf kurzfristige Gewinne und Lob aus sei, schade am Ende nur sich selbst.

Comey hält Trump für unberechenbar. „Fakt ist: Trump kreist um sich selbst“, sagte er. Das merke man alleine schon, wenn man ihm zuhöre, zusehe oder seine Tweets lese. „Man kann nicht vorhersagen, wie er reagiert - und auf was er reagiert.“ (rtr/sdo)

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