Nächste Klage gegen Kündigung durch VW

Der Ex-Manager der technischen Entwicklung ist im Abgas-Skandal beschuldigt.

Ein KFZ-Meister lädt ein Software-Update auf einen Golf.

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Foto: Julian Stratenschulte / dpa (Archiv)

Wolfsburg. Ein weiterer Mitarbeiter, dem Volkswagen wegen des Abgas-Betrugs gekündigt hat, wehrt sich juristisch. Das Arbeitsgericht Braunschweig bestätigte am Freitag eine weitere Kündigungsschutzklage. Beim Kläger handelt es sich demnach um einen ehemaligen Manager der technischen Entwicklung, aber nicht um Ex-Entwicklungschef und Markenvorstand Heinz-Jakob Neußer.

Der Gütetermin ist für den 10. September angesetzt. Der Autobauer hat sich im Abgas-Skandal bereits von mehreren Mitarbeitern getrennt, zuletzt von weiteren Beschuldigten, nachdem VW Einsicht in die Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Braunschweig bekommen hatte. Dem Ex-Manager wurde laut Gericht am 17. August gekündigt. Ein Konzernsprecher wollte sich nicht zu den arbeitsrechtlichen Verfahren äußern.

Auch Oliver S., der in den USA zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von 400 000 Dollar verurteilt wurde, hatte gegen seine Kündigung geklagt. Nachdem die Vergleichsverhandlungen gescheitert sind, hat das Braunschweiger Gericht für den 10. September einen neuen Gütetermin angesetzt. Oliver S. fordert nach Angaben des Gerichts zudem rund 333 000 Euro Schadenersatz für die in den USA gezahlte Strafe sowie knapp 115 000 Euro Bonus für das vergangene Jahr.

James L., der in den USA zu mehr als drei Jahren Haft und 200 000 Dollar (168 000 Euro) verurteilt wurde, hatte ebenfalls gegen seine Kündigung geklagt. Auch in dem Fall liefen Vergleichsverhandlungen. Das Verfahren ruht laut Gericht weiterhin – womöglich gibt es bereits eine Einigung.

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