VW will Minenarbeitern in Afrika helfen

Wolfsburg.  Sie bauen Kobalt unter oft menschenunwürdigen und umweltschädlichen Bedingungen in der Republik Kongo ab.

Kinder arbeiten auf der undatierten Aufnahme von Amnesty International in einer Kobaltmine im Kongo.

Kinder arbeiten auf der undatierten Aufnahme von Amnesty International in einer Kobaltmine im Kongo.

Foto: Thomas Coombes / dpa

VW ist der Initiative „Cobalt for Development“ beigetreten. Das teilte der Autobauer am Donnerstag mit. Die Initiative wolle die Arbeits- und Lebensbedingungen der Minenarbeiter, die Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo abbauen, verbessern. Umgesetzt werden die Vorhaben von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Gegründet wurde „Cobalt for Development“ von den Unternehmen BMW, BASF und Samsung. Weitere Partner sind Google und nun auch VW. Die Unternehmen finanzieren die Initiative nach GIZ-Angaben mit 5,27 Millionen Euro. Die Summen der einzelnen Unternehmen werden nicht genannt.

70 Prozent der Kobaltvorkommen in der Republik Kongo

Mit Milliardeninvestitionen treibt VW den Ausbau der Elektro-Mobilität voran. So soll der Klimaschutz verbessert werden – dafür sorgt politischer Druck. Das Herz der Elektrofahrzeuge ist die Batterie, für die Kobalt benötigt wird. 70 Prozent des weltweiten Kobaltvorkommens befinden sich nach VW-Angaben in der Demokratischen Republik Kongo. Seit Jahren gibt es Berichte und Kritik, dass der Kobalt-Abbau in Kleinstbergwerken unter menschenunwürdigen und umweltschädlichen Bedingungen erfolgt.

Weiterbildungen für Betreiber und Arbeiter

Wie VW mitteilte, will die Initiative das Einhalten von Gesetzen stärken, die Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen sowie das soziale Wohlergehen verbessern. Erste Weiterbildungen für Minenbetreiber und -arbeiter hätten begonnen.

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