VW und der Corona-Schutz: Mobile Arbeit, wo möglich

Wolfsburg.  VW-Personalvorstand Gunnar Kilian richtete sich in einem internen Schreiben an die Führungskräfte und forderte zum Homeoffice auf.

Volkswagen setzt in der Pandemie auf Homeoffice – nicht mehr viele Mitarbeiter sollen noch zur Arbeit kommen.

Volkswagen setzt in der Pandemie auf Homeoffice – nicht mehr viele Mitarbeiter sollen noch zur Arbeit kommen.

Foto: Darius Simka / regios24

Die Wirtschaft in Niedersachsen sieht sich mit ihrer Personalplanung gut auf den erwarteten Appell der Länder zu mehr Homeoffice und Betriebsferien vorbereitet. „Die meisten Arbeitgeber haben sich mittlerweile darauf eingestellt und das schon genau so eingeplant“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände im Land (UVN), Volker Müller, am Dienstag zu der Forderung, möglichst viele Beschäftigte weiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen. „Es gibt allerdings auch Mitarbeiter im Büro, die die Nähe zur Produktion brauchen, und deshalb nicht von zu Hause aus arbeiten können.“

VW: Jeder Einzelne ist gefordert

Wichtig sei, dass die Betriebe in der Corona-Krise nun seit längerem „umfangreich in Gesundheitsschutz“ investieren. VW-Personalvorstand Gunnar Kilian richtete sich in einem internen Schreiben an die Führungskräfte. „Damit Volkswagen weiterhin gut durch die Corona-Pandemie kommt, ist jeder Einzelne von uns gefordert“, erklärte der Manager – auch um nochmals für das Thema Homeoffice zu sensibilisieren, wie es hieß.

„Deshalb fordere ich Sie auf: Nutzen Sie in Ihren Teams mobile Arbeit, wo es möglich ist.“ Der Autokonzern hatte bereits in der ersten Corona-Welle im Frühjahr verschiedene Hygienekonzepte in Produktion und Verwaltung aufgesetzt, viele Beschäftigte vor allem des sogenannten indirekten Bereichs außerhalb der Fertigungseinheiten arbeiten seither daheim. „Um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten, ist es von zentraler Bedeutung, Kontaktmöglichkeiten maximal zu reduzieren“, schrieb Kilian.

Abwarten des Bund-Länder-Treffens

Eine Konzernsprecherin sagte, die strengen Schutzmaßnahmen würden „fortlaufend angepasst“. Man warte die Entscheidung des Bund-Länder-Treffens ab, sehe derzeit aber keinen Änderungsbedarf.

Im Kampf gegen die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen wollen die Regierungschefs der Länder die Arbeitgeber rund um Weihnachten um Unterstützung bitten. Die Firmen sollten prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösungen vom 23. Dezember bis 1. Januar geschlossen werden könnten, hieß es in einem Beschlussentwurf für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch. Damit solle bundesweit der Grundsatz „Stay at Home“ („Bleibt Zuhause“) umgesetzt werden.

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