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Gegen Corona-Leugnung: 80.000 Bürger/innen appellieren an Bund und Länder / und fordern Langfriststrategie gegen dritte Corona-Welle

Verden / Berlin (ots) - Kurz vor der Bekanntgabe der Bund-Länder-Pläne zur Pandemie- Bekämpfung drängt die Bürgerbewegung Campact auf mehr - nicht weniger - Corona-Maßnahmen. Um eine dritte Welle rechtzeitig zu verhindern, müssten jetzt Langfriststrategien verabschiedet werden, heißt es in einem offenen Brief, (https://campact.org/keineWelle3) den inzwischen 80.000 Menschen unterzeichnet haben. Dabei sollten die asiatischen Länder Vorbild sein, die schon mit der zweiten Welle besser umgehen konnten. "Das Fahren auf Sicht ist eher ein Stochern im Nebel", sagt Campact-Vorstand Felix Kolb. "Wir brauchen nicht nur Pläne für die nächsten Wochen, sondern die nächsten Monate. Im Sommer wurde die Zeit nicht genutzt, um die zweite Welle zu verhindern. Das darf nicht wieder passieren". Und Luise Neumann-Cosel, Teamleiterin Kampagnen, ergänzt: "In diesem Winter wird es noch keine Schutzimpfungen für alle geben. Daher dürfen sich die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten auf keinen Fall einen Lockerungswettlauf leisten. Im Gegenteil." Unter anderen verlangt Campact, die Einzelfallverfolgung durch effizientere Maßnahmen zu ersetzen. In asiatischen Ländern konzentrieren sich die Gesundheitsbehörden in der Nachverfolgung schon länger auf große Events und schicken dann alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Quarantäne. Außerdem sollten Schülerinnen und Schüler im Unterricht Masken tragen und bei hoher Fallzahl Unterricht in Halbklassen möglich gemacht werden.

"Viele Menschen sind weiter bereit für den Schutz vor Corona ihr eigenes Leben anzupassen. Sie werden in der Öffentlichkeit kaum gewürdigt. Und sie dürfen durch wöchentliches Hin-und Her in Bund und Ländern nicht verunsichert werden", so Kolb. "Das kann Erfolge im Kampf gegen die Pandemie gefährden."

Als eine der wenigen NGOs positioniert sich Campact so eindeutig zum Thema Corona-Maßnahmen. Bereits im Mai hatte die Organisation vor der Teilnahme an Hygiene-Demos gewarnt. Der Aufschrei war groß: rund 50.000 Menschen kehrten Campact den Rücken und 1.000 Förderinnen und Förder stellten ihre regelmäßige finanzielle Unterstützung ein. Morgen wird Campacts offener Brief in ganzseitigen Anzeigen in der taz, der Süddeutschen und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Den offenen Brief finden Sie hier: https://campact.org/keineWelle3

Pressekontakt:

Svenja Koch| Pressesprecherin Campactt und WeAct | Tel: 0175 / 9361546 | koch@campact.de | Artilleriestr. 6 | 27283 Verden

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