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PoliTrend des Politikmagazins "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" vom 29.9.2022

Mainz (ots) - Sonntagsfrage: Die SPD verliert / CDU gleichauf / Grüne und AfD im Aufwind - große Sorgen um Energieversorgung und Ukraine-Krieg

Umfrage des Politikmagazins "Zur Sache Rheinland-Pfalz" am Donnerstag, 29. September 2022, um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen

Sonntagsfrage: Die SPD verliert deutlich an Zustimmung / CDU gleichauf / Grüne und AfD mit Zuwachs / Leichte Verluste bei FDP und Freien Wählern

Wenn am Sonntag in Rheinland-Pfalz Landtagswahl wäre, würde die SPD ihre Rolle als stärkste Partei im Landtag verlieren. Im Vergleich zum letzten PoliTrend im März verlören die Sozialdemokraten sieben Prozentpunkte und kämen auf 27 Prozent. Sie lägen damit gleichauf mit der CDU, die einen Prozentpunkt zulegen würde. Die Grünen verzeichnen laut Umfrage im Vergleich zum März Gewinne und erreichten jetzt 14 Prozent (+3). Mit fünf Prozentpunkten hätte die AfD den stärksten Zuwachs. Sie käme jetzt auf 12 Prozent. Die FDP verlöre einen Prozentpunkt und käme jetzt auf 8 Prozent. Auch die Freien Wähler würden mit nun vier Prozent einen Prozentpunkt im Vergleich zum PoliTrend im März einbüßen. Trotz der Verluste von Sozialdemokraten und Liberalen hätte die amtierende Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP weiterhin eine Mehrheit im Parlament.

Zufriedenheit mit Landesregierung geht stark zurück

Äußerten im März 2022 noch knapp zwei Drittel, zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung zu sein, sagte dies im aktuellen PoliTrend nur noch knapp die Hälfte. 49 Prozent äußerten sich zufrieden oder sehr zufrieden - ein Minus von 15 Prozentpunkten im Vergleich zum März. Damit sinkt die Zufriedenheit mit der Landesregierung auf den zweitniedrigsten Wert seit Bestehen der Ampel-Koalition 2016.

Energieversorgung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Die Menschen in Rheinland-Pfalz beunruhigt die aktuelle Situation sehr. Fast neun von zehn (88 Prozent) sagen, sie hätten große oder sehr große Sorgen vor weiter steigenden Preisen. Sechs von zehn Befragten befürchten, dass als Folge der Krise Einkommen und Wohlstand sinken und die Zahl der Arbeitslosen zunimmt (61 Prozent). Fast gleich groß ist der Anteil der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, die sich Sorgen um die Energieversorgung machen (63 Prozent). Mehr als jeder Zweite hat sogar Angst, seine Energierechnung nicht mehr bezahlen zu können (52 Prozent). Außerdem befürchten 56 Prozent der Befragten, dass Deutschland in einen größeren Krieg hineingezogen werden könnten.

Unterstützung für Russland-Sanktionen nimmt ab

Trotz möglicher Kosten und Nachteile unterstützt die Mehrheit der Befragten die Sanktionen gegen Russland. Und zwar auch dann, wenn es dadurch bei uns zu Engpässen in der Energieversorgung kommt, die Preise steigen oder die deutschen Firmen Nachteile erleiden. Allerdings schwindet der Rückhalt. Hielten im März noch fast 80 Prozent die Sanktionen für richtig, sind es im aktuellen PoliTrend nur noch rund 60 Prozent. Ein Drittel der Befragten lehnt inzwischen die Sanktionen ab, wenn sie zu Belastungen für Deutschland führen.

Wenig Vertrauen in die Aufarbeitung der Ahr-Flutkatastrophe

Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) haben weniger oder gar kein Vertrauen, dass der Untersuchungsausschuss des Landtags zur Ahr-Flutkatastrophe mögliche politische Versäumnisse aufarbeitet. Nur etwas mehr als ein Viertel der Rheinland-Pfälzer haben ein großes (25 Prozent) oder sehr großes Vertrauen (2 Prozent).

Die Daten basieren auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung des Wahlforschungsinstituts "Infratest dimap" unter 1.183 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern (Erhebungszeitraum: 26. bis 27. September 2022). Die ausführlichen Ergebnisse sendet das Politikmagazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz" am Donnerstag, 29. September 2022, ab 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

Zitate bitte nur mit Quellenangabe "SWR Politikmagazin Zur Sache Rheinland-Pfalz".

Rückfragen bitte an: Andreas Heerwig, Tel. 06131/929-33519, oder Dr. Ina-Gabriele Barich, Tel. 06131/929-33227, Redaktion "Zur Sache Rheinland-Pfalz".

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