Erster Inklusions-Workshop in Wolfenbüttel

Wolfenbüttel.  Inklusion gibt es schon lange. Doch nun soll gehandelt werden. Erstmals findet im Landkreis ein Workshop dazu statt.

Projektleitern Tanja Heintzen, Schwerbehinderten-Vertrauensperson Britta Brentrop und Kreisrat Bernd Retzki freuen sich auf möglichst viele Teilnehmer beim ersten Inklusions-Workshop in der Lindenhalle in Wolfenbüttel. 

Projektleitern Tanja Heintzen, Schwerbehinderten-Vertrauensperson Britta Brentrop und Kreisrat Bernd Retzki freuen sich auf möglichst viele Teilnehmer beim ersten Inklusions-Workshop in der Lindenhalle in Wolfenbüttel. 

Foto: Stephanie Memmert

Erstmals findet im Landkreis Wolfenbüttel ein Inklusions-Workshop statt. Ziel ist es, einen kommunalen Handlungsplan Inklusion zu erarbeiten. Alle Bürger sind aufgerufen mitzumachen.

Inklusion bedeutet zunächst einmal, dass jeder Mensch dazugehört. Dabei ist es egal, wie er aussieht, welche Sprache er spricht oder ob er eine Behinderung hat. Und: Wenn alle Menschen dabei sein können, ist es normal verschieden zu sein. So erklärt ein Flyer des Landkreises Wolfenbüttel den Begriff „Inklusion“.

Vor zehn Jahren sei die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft getreten. 2017 habe die Niedersächsische Landesregierung einen ersten Aktionsplan „Inklusion“ vorgelegt. In dessen Rahmen sollen die Rechte der Menschen mit Behinderungen umgesetzt werden, veranschaulicht Kreisrat Bernd Retzki, Leiter des Dezernates Schule, Jugend und Soziales des Landkreises Wolfenbüttel.

Deutschland sei nicht gerade die Speerspitze der Inklusion. In Europa habe Italien die Nase vorn. „Das Thema ist in der Vergangenheit nicht wirklich ernst genommen worden“, sagt Retzki. Das soll nun anders werden. Im Januar dieses Jahres erteilte der Wolfenbütteler Kreistag den Beschluss, einen „kommunalen Handlungsplan Inklusion“ zu erarbeiten.

Ein erster Schritt dazu ist der Workshop in der Lindenhalle. „Mehr als 200 Einladungen sind rausgegangen“, sagt Tanja Heintzen. Die Projektleiterin und Organisatorin freut sich mit Britta Brentrop, Schwerbehinderten-Vertrauensperson des Landkreises Wolfenbüttel, auf möglichst viele Teilnehmer.

Im Workshop wird es acht Arbeitsgruppen geben. Retzki nennt sie Spielfelder: Wohnen; Gemeinschaft, Familie, Senioren; Mobilität, Barrierefreiheit; Umwelt, Klima; Bildung, Freizeit, Integration; Arbeit; Beteiligung, Kommunikation, Netzwerke und Inklusive Veranstaltungen. Andreas Schrader, freier Moderator, wird den Workshop leiten. Zur Begrüßung spricht Landrätin Christiana Steinbrügge. Eine Einführung gibt Bernd Retzki. Die Ostfalia Hochschule ist für die Evaluation zuständig.

Im Foyer der Lindenhalle stellt sich die Peter-Räuber-Schule vor. Ihr Chor wird auftreten. An Ständen werden auch die Ergänzende und Unabhängige Teilhabeberatung und der Niedersächsische Gehörlosenverband vertreten sein. DRK-Inklusivo sei ebenso angefragt mitzumachen wie die Theatergruppe der Evangelischen Stiftung Neuerkerode. In den Kaffeepausen spiele die Inklusionsband „The Mix“ aus Neuerkerode.

Der Workshop findet am 2. Oktober, 9 bis 16 Uhr in der Lindenhalle statt. Anmeldungen bis zum 10. September: www.lk-wolfenbuettel.de/inklusion, t.heintzen@lk-wf sowie (05331) 84217.

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