Mann trägt in Wolfenbüttel Maske falsch und rastet aus

Wolfenbüttel.  Er bedroht in Wolfenbüttel eine schwangere Frau und verletzt sie mit einem Einkaufswagen.

Unser Symbolfoto zeigt einen als Silhouette abgebildeten Mann, der einer Frau mit der Faust droht. Unsere schwangere Leserin fühlte sich in einem Supermarkt bedroht.

Unser Symbolfoto zeigt einen als Silhouette abgebildeten Mann, der einer Frau mit der Faust droht. Unsere schwangere Leserin fühlte sich in einem Supermarkt bedroht.

Foto: Jan-Philipp Strobel / dpa

„Wie kann es sein, dass einige Menschen sich einfach über das korrekte Tragen des Mund-Nasen-Schutzes hinwegsetzen und keiner greift ein?“

Das fragt eine Leserin, die anonym bleiben möchte.

Die Antwort recherchierte Stephanie Memmert.

In einem Supermarkt sei die Leserin einem seiner Statur nach großen Mann begegnet, der den Schutz nur über den Mund, nicht aber über die Nase gezogen habe. Sie habe ihn darauf angesprochen und gebeten, den Schutz korrekt aufzusetzen. „Er drohte mir mit den Worten ,pass mal auf!’, riss seine Maske komplett herunter und brüllte etwas über Merkel“, erzählt die Leserin in einer Mail an die Redaktion.

Der Mann soll die Frau in eine Regalecke gedrängt haben

Dabei sei der Mann bis auf etwa eine Einkaufswagenlänge an sie herangetreten, obwohl sie völlig erschreckt und schockiert gewesen sei und bereits mehrere Meter in die Regalecke gedrängt worden sei. Zudem habe sie ihm mitgeteilt, dass sie schwanger sei. Ein anderer Mann, der mit seiner 12- bis 14-jährigen Tochter in der Nähe gewesen sei, habe glücklicherweise eingegriffen.

Mitarbeiter des Supermarktes greifen nicht ein

Doch selbst als die Frau daraufhin drei mal Mitarbeiter des Supermarktes gebeten habe, den Mann, der die Maske falsch getragen habe, auf sein Fehlverhalten hinzuweisen, sei nichts geschehen. An der Kasse habe sie den Mann nochmals gesehen, der nun seine Maske richtig getragen habe.

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Aber: „Ein kleiner Schock und ein schmerzender Bauch bleiben zurück – mit dem Unwissen, ob er mir den Einkaufswagen bei seinem Ausraster in den schwangeren Bauch geschoben hatte oder nicht“, schreibt unsere Leserin.

Hat sich die Frau richtig verhalten? Matthias Pintak, Pressesprecher der Polizei, sagt: „Man muss sich jeden Einzelfall genau anschauen. Vielleicht ist derjenige nur unachtsam gewesen und hat vergessen, die Maske richtig aufzusetzen.“ Dann gebe es aber auch jene Menschen, die sich absichtlich nicht an die Regeln hielten.

„Wichtig ist: Wenn ein Gespräch zu eskalieren droht, sollte man sich aus der Situation zurücknehmen und andere ansprechen. Das hat die Frau genau richtig gemacht“, sagt Pintak. Besonders Menschen, die Schutz brauchten, wie Schwangere und Senioren, sollten sich nicht in Gefahr begeben.

„Wenn die Frau mit dem Einkaufswagen verletzt wurde, so handelt es sich um eine Körperverletzung. Und die sollte angezeigt werden. Vielleicht gibt es eine Überwachungskamera? Vielleicht könnte ein Zeugenaufruf weiterhelfen“, meint Pintak.

Der Artikel wurde aktualisiert.

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