Börßumer wollen bessere Busverbindungen für die Dörfer

Börßum.   Bus und Bahn sollen in Börßum besser aufeinander abgestimmt werden. Die Ratsmitglieder sollen Vorschläge machen, wie das klappen könnte.

Am Bahnhof in Börßum sollen Bus- und Bahnverkehr besser koordiniert werden.

Am Bahnhof in Börßum sollen Bus- und Bahnverkehr besser koordiniert werden.

Foto: Darius Simka / regios24

Die Busverbindungen in der Samtgemeinde Oderwald standen während der jüngsten Sitzung des Börßumer Gemeinderates auf der Tagesordnung. Die Ratsmitglieder sollen Verbesserungsvorschläge entwickeln. In der Sitzung ging es außerdem um das neue Baugebiet an der Gärtnerei und um einen Anbau an der Kita.

Bus und Bahn

Der Personennahverkehr in der Samtgemeinde Oderwald soll besser werden. Damit das klappt, müssen die Bus- und Bahnverbindungen am Bahnhof in Börßum optimiert werden, berichtet Bürgermeister Karsten Bötel aus der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. In einigen Fällen gebe es nur für jeden zweiten Zug, der im Bahnhof halte, passende Busverbindungen auf die Dörfer. Bötel nennt Seinstedt, Kalme und Achim und berichtet von einem Fall, in dem Kinder nach der Schule eineinhalb Stunden unterwegs gewesen seien, bis sie zu Hause angekommen seien. Die Probleme seien bekannt. Auch im Rat hätten sie wieder zu Diskussionen geführt. Nun sollen die Mitglieder Verbesserungsvorschläge machen. Diese sollen an die Samtgemeinde und dann an den Regionalverband weitergeleitet werden. Der Verband ist für die Organisation des Bus- und Bahnverkehrs zuständig.

Baugebiet An der Gärtnerei

Die Gemeinde hat die Aufträge für die Erschließung des Baugebiets vergeben, berichtet Bötel. 525000 Euro sind dafür vorgesehen. Die Arbeiten werden zum größten Teil von einem Unternehmen aus Quedlinburg erledigt. Die Anschlussarbeiten für die Datenleitungen ans Netz hat laut Bürgermeister eine Firma aus Dahlum übernommen. Noch in diesem Jahr sollte die ersten Häuser auf dem Gelände entstehen. 35 Grundstücke stünden dort zur Verfügung. Der Gemeinde liegen laut Bötel bereits mehr als 20 Reservierungen vor.

„Es ist ein großes Projekt für uns“, betont Bötel. Das Volumen belaste den Haushalt der Gemeinde mehrere Jahre. Sie müsse bei der Erschließung in Vorlage gehen, auch wenn sie das Geld später beim Verkauf der Grundstücke wieder einnehme.

Kindergarten

Die Kita in Börßum soll größer werden. Geplant ist eine Erweiterung der Krippe um einen Schlafraum. Sechs neue Schlafplätze seien vorgesehen, berichtet Bötel. Derzeit gebe es nur einen Schlafraum, und der sei zu klein.

Die Arbeiten werden in den nächsten Wochen beginnen. Rohbau, Boden- und Zimmererarbeiten seien bereits ausgeschrieben. Die Gemeinde rechne mit etwa 91000 Euro Gesamtkosten. Der Anbau werde voraussichtlich zu Beginn der neuen Kindergarten-Saison fertig sein.

Bahnübergang

Im Zuge der Arbeiten an der Ortsdurchfahrt soll auch der Bahnübergang verbessert werden. Dort sind die Gleise leicht geneigt. Die Überfahrt sei holprig, sagt Bötel. Das soll ausgeglichen werden. In der Folge müssten aber auch die Fußwege in diesem Bereich leicht angehoben werden. Auf die Gemeinde kommen dabei voraussichtlich Kosten von etwa 10000 Euro zu, meint Bötel. Die Börßumer wollen prüfen, ob sie Fördergeld bekommen können.

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