Schießerei in Vorsfelde: Ein Toter, ein Schwerverletzter

Wolfsburg.  Die Polizei bestätigt, dass ein Mensch nach einer Auseinandersetzung auf der Meinstraße im Wolfsburger Stadtteil Vorsfelde ums Leben gekommen ist.

Der Tatort nahe des Schützenplatzes in Vorsfelde.

Der Tatort nahe des Schützenplatzes in Vorsfelde.

Foto: Hendrik Rasehorn

Bei einer Schießerei am Dienstagabend in Vorsfelde wurden zwei Männer (20 und 31) schwer verletzt, dabei einer von ihnen so schwer, dass er kurze Zeit später verstarb. Viel deutet auf Organisierte Kriminalität hin. Die Polizei Wolfsburg hat eine Mordkommission gebildet. „Das Geschehen am Tatort und die Hintergründe stellen sich sehr unklar dar“, räumte Polizeisprecher Sven-Marco Claus gegenüber unserer Zeitung ein.

Die Tat ereignete sich um 22 Uhr auf der Meinstraße. Der Ausgangspunkt lag wohl auf der gegenüberliegenden Seite vom Schützenhaus. Von dort aus könnte sich das Geschehen die Straße hinunter verlagert haben. Noch am gestrigen Tag stellte sich der Tatort furchterregend dar: Eine 40 Meter lange Blutspur zog sich über den Fußweg. Ein Passant hatte am Dienstagabend den Notruf alarmiert. Der 20-Jährige lag stark blutend auf der Straße, der 31-Jährige wurde in unmittelbarer Nähe in einem Wohnhaus entdeckt, einst die Adresse des Restaurants „Mamma Rosa“ .

Nach Schießerei: 20-Jähriger starb im Krankenhaus

Gerüchteweise wurde ein mutmaßlicher Täter dabei beobachtet, wie dieser zu Fuß oder auch in einem Auto geflohen sein soll. Zu Details der laufenden Ermittlungen machte Claus indes keine Angaben. Er bestätigte, dass die Männer albanische Staatsangehörige sind und keinen festen Wohnsitz in Wolfsburg haben. Fragen, ob sie polizeibekannt sind, warum und wie lange sie sich schon in Vorsfelde aufhielten und wie der mögliche Tatablauf war, wollte Claus mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht beantworten.

Der 20-Jährige wurde noch in der Nacht ins Klinikum Braunschweig verlegt, verstarb jedoch auf der Intensivstation. Der 31-Jährige befindet sich weiterhin in Lebensgefahr und wird im Klinikum Wolfsburg behandelt. Polizeibeamte schieben dort Wache.

Die Polizei sucht Zeugen

Während Notärzte in der Nacht noch um das Leben der beiden Männer kämpften, riegelte die Polizei die Meinstraße, die Hauptverkehrsstraße von Vorsfelde, komplett ab. Die Feuerwehr baute Leuchten auf. Beamte suchten die Umgebung ab. Auch in der Nacht sowie weiter am gestrigen Tag wurden Anwohner vernommen. Gerichtsmediziner wurden beauftragt, die Leiche des 30-Jährigen zu obduzieren. Davon erhoffen sich die Ermittler weitere Ansätze für den Fall.

Die Polizei ruft Zeugen auf, sich zu melden, nicht nur für die eigentliche Tatzeit. Die Mordkommission interessiert sich für jegliche Beobachtungen, die ab 20 Uhr gemacht wurden – nicht nur im Bereich der Meinstraße, sondern auch in den angrenzenden Nebenstraßen sowie auf dem Schützenplatz. Hinweise an die Polizei Wolfsburg unter Telefon (05361)46460.