Schießerei in Vorsfelde – Die Spurensuche geht weiter

Vorsfelde.  Die Spurenexperten der Wolfsburger Polizei suchten am Freitagmittag den Tatort ab. Dabei machten sie eine wichtige Entdeckung.

Das Haus in der Meinstraße 59 wurde vorne und hinten, innen und außen genau nach Spuren abgesucht. Alles, was den Experten auffällig erschien, wurde fotografiert und es wurden DNA-Spuren gesichert

Das Haus in der Meinstraße 59 wurde vorne und hinten, innen und außen genau nach Spuren abgesucht. Alles, was den Experten auffällig erschien, wurde fotografiert und es wurden DNA-Spuren gesichert

Foto: Hendrik Rasehorn

Für den 20-Jährigen, der Dienstagabend in Vorsfelde erschossen wurde, haben Trauernde am Fundort der Leiche an der Ecke Meinstraße/Carl-Grete-Straße Kerzen und Blumen aufgestellt. Mit Abstand

von drei Tagen nach der blutigen Schießerei, bei der außerdem ein 31-Jähriger schwer verletzt wurde, kehrten Freitag die Ermittler zum Tatort zurück, um Spuren zu sichern.

Dort, wo bis 2012 im Restaurant „Mamma Rosa“ Gastlichkeit
zelebriert wurde, waren nun mehrere Beamte damit beschäftigt, Zentimeter für Zentimeter im und rund ums heruntergekommene Haus alles abzusuchen. Besonderes Interesse zeigten die Spurenexperten für ein kleines Loch an der Eingangstür zum früheren Restaurant – ein Einschussloch. Mit Hammer und Meißel öffneten die Beamten die dahinterliegende Wand und fanden darin ein deformiertes Geschoss.

Spurensicherung arbeitet konzentriert

Die Frauen und Männer gingen ruhig und konzentriert ihrer Arbeit nach. Keine Beachtung schenkten sie den zahlreichen Kunden auf dem gegenüberliegenden Wochenmarkt am Schützenhaus, die bei einer Bratwurst oder anderen Leckereien die Szenerie beobachteten und miteinander diskutierten.

Offiziell gab die Polizei gestern keine neue

Wasserstandsmeldung zum Fall ab. Zum Einsatz der Ermittler in der Meinstraße erklärte Sprecher Sven-Marco Claus auf Nachfrage: „Dass die Spurensicherung auch in den folgenden Tagen nach einer Tat immer wieder zum Tatort zurückkehrt, um dort zu arbeiten, ist nach einem derartigen Verbrechen nicht ungewöhnlich.“

Claus verwies in dem Zusammenhang auf den Mordfall in Reislingen (2012). Seinerzeit hatten die Ermittler das Haus, in dem Sabine Bittner getötet wurde, zwei Wochen lang für die Spurensicherung beschlagnahmt.

Keine Angaben zum Tathergang

Zum Tathergang macht die Polizei weiterhin keine Angaben. Möglicherweise fand der Fall am Dienstagabend anderenorts in Vorsfelde seinen Ausgang. Sicher ist, dass gegen 22 Uhr zwei Männer niedergeschossen wurde. Der junge Mann, der später verstarb, lag auf der Straße, der andere in der Wohnung im Haus Meinstraße 59. Auf die mehrmaligen Aufrufe der Polizei haben sich bereits Zeugen gemeldet. Großes Interesse hat die 25-köpfige Mordkommission „Tattoo“ an Videos, die am Dienstagabend zwischen 20 Uhr und 23 Uhr im Bereich der Meinstraße/Schützenplatz gemacht wurden, entweder mit dem Handy, mit einer Überwachungskamera oder zufällig im Vorbeifahren mit einer Dash-Cam. Ebenfalls wichtig für die Ermittlungen sind alle Beobachtungen. Hinweise an die Inspektion unter (05361) 46460.

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