Das sind die Top-Filme in Wolfsburgs Kinos

Wolfsburg.  „Die Eiskönigin 2“ belegt den Spitzenplatz. Cinemaxx und Delphin-Palast freuen sich über mehr Besucher.

Königin Elsa (von links), Anna, Kristoff und Rentier Sven in einer Szene des Films „Die Eiskönigin 2“, der deutschlandweit und auch in Wolfsburg die meisten Zuschauer hatte.

Königin Elsa (von links), Anna, Kristoff und Rentier Sven in einer Szene des Films „Die Eiskönigin 2“, der deutschlandweit und auch in Wolfsburg die meisten Zuschauer hatte.

Foto: dpa

Lust auf Kino? Ja, lautet die Antwort in Wolfsburg. Nach einem schwachen Jahr 2018 gingen die Besucherzahlen in 2019 wieder nach oben. „Erfreulicherweise lässt sich bei uns ein deutlich positiver Besuchertrend erkennen“, bilanziert Geschäftsführer Leif Boltz vom Delphin-Palast. „Der Kinomarkt hat sich wieder deutlich erholt und ordentlich zugelegt. Für die Cinemaxx-Gruppe war es ein gutes Jahr“, sagt auch Jörg Kirsch, Leiter des Wolfsburger Cinemaxx.

Die Zuschauermagneten

Die drei meistgesehenen Filme im Cinemaxx waren laut Kirsch „Die Eiskönigin 2“ vor „Avengers: Endgame“ und „Der König der Löwen“. Diese drei Filme nennt auch Boltz als erstes, zusätzlich seien die heiß diskutierte Comicverfilmung „Joker“ und „Star Wars – Der Aufstieg des Skywalkers“ sehr beliebt gewesen.

Überhaupt habe es im vergangenen Jahr viele cineastische Höhepunkte gegeben, meint Kirsch: „Aladdin“, „Pets 2“, „Spiderman“ oder „ES: Kapitel 2“. „Sehr erfreulich ist, dass mit ,Der Junge muss an die frische Luft’ und ,Das perfekte Geheimnis’ zwei deutsche Filmproduktionen zu enorm besucherstarken Kino-Highlights avancierten“, sagt der Cinemaxx-Leiter. In Deutschland sahen weit über vier Millionen Zuschauer Stars wie Elyas M’Barek oder Karoline Herfurth in der Komödie „Das perfekte Geheimnis“.

Doch nicht nur die Blockbuster locken die Menschen ins Kino. „Mich freut besonders“, so Leif Boltz, „dass unser Kunstfilmprogramm so positiv aufgenommen wurde.“ Das Delphin-Kino zeigte in zehn Wochen besonders sehenswerte Filme, die nicht zum Mainstream gehören, und trotzdem wahre Kunstwerke sind. „Das ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft in Wolfsburg“, sagt Boltz.

Was ist neu im Kino?

Der Delphin-Palast habe sein Angebot deutlich erweitert, erzählt Boltz. Neben dem regulären Filmprogramm gebe es auch Konzerte, Benefizgalas, Schul- und Firmenveranstaltung sowie das Angebot „Zocken im Kino“ für diejenigen, die ihre liebsten Videospiele schon immer einmal im großen Kinoformat erleben wollten. In diesem Jahr soll das Gastronomie-Angebot erweitert und der Service noch verbessert werden. Boltz: „Künftig soll es möglich sein, bestimmte Gastronomieartikel online vorzubestellen, um die Wartezeit im Kino zu verkürzen.“ Im VIP-Saal Victoria soll eine Bedienung am Sitzplatz angeboten werden.

Die Blockbuster in 2020

Welcher Film lockt in diesem Jahr die meisten Zuschauer vor die große Leinwand? Cinemaxx-Leiter Kirsch freut sich persönlich auf „James Bond – Keine Zeit zu sterben“, der Anfang April anläuft. Daniel Craig mimt zum fünften und angeblich letzten Mal den britischen Geheimagenten seiner Majestät. Mit Tom Cruise ist ein weiterer Superstar zu sehen. 34 Jahre nach Teil 1 kommt „Top Gun 2“ im Juli in die Kinos. Cruise schlüpft erneut in die Rolle des Kampfpiloten Pete „Maverick“ Mitchell. Aus deutscher Sicht verspricht die Mitte Februar startenden Liebeskomödie „Nightlife“ mit Elyas M’Barek und Palina Rojinski hohe Zuschauerzahlen.

Persönliche Lieblingsfilme

Für Cinemaxx-Leiter Kirsch war der Film „Once Upon a Time in Hollywood“ die Nummer 1 in 2019. „So gut wie Tarantino erzählt keiner seine Filmstory“, meint der Kino-Experte. Quentin Tarantino schrieb das Drehbuch und führte Regie bei diesem im Jahr 1969 spielenden Drama-Crime-Film mit Stars wie Leonardo Di Caprio und Brad Pitt in den Hauptrollen.

Leif Boltz vom Delphin-Palast war vom „Joker“ fasziniert. „Es hat einfach alles gepasst: Sei es die exzellente Kameraführung, die treffende Beleuchtung der Szenen oder die Filmmusik, die das Geschehen perfekt umrahmt. Die Darstellung von Joaquin Phoenix als der von der Gesellschaft verstoßene Arthur Fleck war zudem absolut überzeugend und oscarreif.“ Phoenix habe die Figur des Joker mit Leib und Seele verkörpert. „Dieser Film bietet eine Reise in die menschlichen Abgründe und ist dabei so düster, wie man es von anderen Comicverfilmungen üblicherweise nicht gewohnt ist.“

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