Corona in Wolfsburg: Die Fakten auf einen Blick

Wolfsburg.  In Wolfsburg gibt es 372 bekannte Coronafälle, darunter 51 Todesfälle. 291 Menschen sind inzwischen wieder genesen.

Dr. Bernadett Erdmann und Gudrun Glaser stehen vor dem Empfangszelt an der Notaufnahme des Klinikums Wolfsburg – dieses wurde inzwischen durch einen Container ersetzt. Dort müssen sich Patienten mit Grippe-Symptomen vorstellen.

Dr. Bernadett Erdmann und Gudrun Glaser stehen vor dem Empfangszelt an der Notaufnahme des Klinikums Wolfsburg – dieses wurde inzwischen durch einen Container ersetzt. Dort müssen sich Patienten mit Grippe-Symptomen vorstellen.

Foto: Thorsten Eckert / Klinikum Wolfsburg / Archiv

291 der insgesamt 372 mit dem Coronavirus infizierten Wolfsburger sind nach Angaben der Stadt (Stand Montag, 29. Juni) wieder genesen. IDie Gesamtzahlen liegen damit (Stand 29. Juni) bei 372 Infizierten und 51 Todesfällen.

Die Zahl der Genesenen meldet die Stadt Wolfsburg täglich. Als vom Coronavirus genesen gilt, wer die zweiwöchige Isolation durchlaufen hat, keine Symptome mehr aufweist oder bei dem ein erneuter Test negativ ausgefallen ist. Dass jemand als genesen gilt, ist nicht meldepflichtig. Die tatsächlichen Zahlen können so höher sein.

Beim letzten Sterbefall im Zusammenhang mit dem Coronavirus handelt es sich um einen 66-jährigen Mann aus dem Hanns-Lilje-Heim, wie die Stadt mitteilte.

44 Bewohner im Hanns-Lilje-Heim sind an dem Virus gestorben. Im Wohn- und Pflegeheim Goethestraße der Awo in Wolfsburg ist post mortem ein 86-jähriger Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Eine 72-Jährige, die mit Corona infiziert war und starb, lebte offenbar nicht in einer der beiden Senioren-Einrichtungen. Ebenso wie ein 91-jähriger Mann, eine 83-jährige und eine 90-jährige Frau.

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https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/article229150342/Ermittlung-zu-Wolfsburger-Coronaausbruch-kurz-vor-Abschluss.html

https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/article229150680/Wolfsburger-Hausarzt-zu-Corona-Jetzt-ist-eine-tueckische-Phase.html

Corona: Der Stufenplan Niedersachsens

Niedersachsen lockert die Corona-Regeln weiter. Insbesondere Gastronomie und Hotels, Sport, Freizeitangebote im Freien sowie begrenzte Teile des Tourismus profitieren. Angesichts niedriger Infektionszahlen geht die Landesregierung dabei sogar etwas über den ursprünglichen Plan hinaus.

Restaurants: Das Land kündigte an, dass Restaurants vom 25. Mai an wieder mehr als die Hälfte ihrer Plätze vergeben dürfen. Die Regelung, dass die Hälfte der Plätze besetzt werden darf, galt seit dem Wiederanlauf der Gastronomie am 11. Mai. Allerdings müssen die Mindestabstände eingehalten werden. Gastronomen haben bereits darauf hingewiesen, dass ihnen diese Lockerung wenig bringt.

Hotels: Darauf haben viele Hoteliers gewartet – am Montag sollen sie ihre Häuser wieder öffnen können, und das mit einer Auslastung von bis zu 60 Prozent. Damit geht das Land über seine bisherige Planung hinaus. Die hatte in Phase drei des Stufenplans eine maximale Hotel-Auslastung von 50 Prozent sowie zusätzlich eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen vorgesehen.

Niedersachsen hatte am 5. Mai eine neue Verordnung erlassen. Die Stadt Wolfsburg richtet sich danach beschließt keine gesonderten Regeln, schrieb sie auf ihrer Homepage.

Folgende Einrichtungen dürfen seit einigen Wochen wieder öffnen, sofern sie sich an die Hygieneregeln halten. Das bedeutet: Der Mindestabstand muss eingehalten werden, jeder muss eine Alltagsmaske tragen.

- Museen und Ausstellungen, Zoos und Tierparks, Outdoor-Spielplätze für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr unter Aufsicht einer volljährigen Person sind wieder geöffnet. Die private Betreuung von höchstens fünf Kindern, die nicht eigenen Haushalt der Betreuungsperson gehören. Die betreuten Kinder dürfen insgesamt aus höchstens drei unterschiedlichen Familien stammen.

- Die Nutzung des Campingplatzes, wenn das Grundstück, auf dem der Wohnwagen steht, ganzjährig oder für die Dauer der Saison gemietet ist, der kurzfristige Aufenthalt in Zweitwohnungen, Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind wieder erlaubt, einschließlich der Zusammenkünfte in Gemeindezentren, schreibt die Stadt Wolfsburg weiter.

- Autokinos und Autokonzerte. Die Besucher müssen aber die ganze Zeit im Auto bleiben.

- Kontaktloser Sport ist ebenfalls schon wieder möglich. Die Stadt Wolfsburg schränkt ein: Geräteräume und andere Räume zur Aufbewahrung von Sportmaterial dürfen von Personen nur unter Einhaltung eines Mindestabstands von zwei Metern betreten und genutzt werden. Die Nutzung von Umkleideräumen und Duschen ist nicht zulässig.

Der Krisenstab der Stadt Wolfsburg hat sich für eine Maskenpflicht in den Geschäften sowie in Rathäusern, Arztpraxen, medizinischen Einrichtungen und in den Bussen entschieden. Sie gilt ab Montag, 20. April. Ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren. Niedersachsen zog am 27. April nach. Seitdem gilt die Maskenpflicht landesweit.

Dienstleister und Handwerker sollen ihrer Tätigkeit trotz der Corona-Krise weiterhin nachgehen können.

Corona- Niedersachsen schließt ab Dienstagmorgen viele Geschäfte

Laut dem Erlass des Landes sind außerdem alle öffentlichen Veranstaltungen und privaten Versammlungen untersagt.

Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen

Für Patienten und Angehörige kehrt im Klinikum Wolfsburg wieder mehr Klinikumsalltag zurück. Seit dem 20. Mai erleichtert das Klinikum das seit Mitte März geltende umfassende Besuchsverbot soweit vom Land zugelassen. Trotz der Coronavirus-Pandemie können Patienten ab morgen eine Person festlegen, die sie während ihres stationären Aufenthalts unter bestimmten Bedingungen im Klinikum regelmäßig besuchen darf. Das gilt ebenso für Altenheime. Eine feste Person darf besuchen.

Notbetreuung in Kitas und Schulen

Landesweit sind Kitas geschlossen . Einige Schüler gehen seit dem 4. Mai wieder in die Einrichtungen, die Abschlussklassen und Viertklässler kehrten zunächst in den Unterricht zurück. Bis zum den Sommerferien sollen weitere Klassen folgen. Auch die Notbetreuung in Kitas wurde Stück für Stück ausgeweitet.

Es gibt eine Notbetreuung für Eltern, die in entscheidenden Berufsfeldern zur Coronavirus-Bekämpfung arbeiten:

Corona- Was Wolfsburger Eltern jetzt wissen müssen

Betroffene Eltern werden gebeten, sich mit ihrer Betreuungseinrichtung in Verbindung zu setzen. Bei Anfragen im Kindertagesstättenbereich wählen Betroffene die (05361) 282836, geht es um Fragen im Schulbereich, ist diese Nummer richtig: (05361) 281077. Oder per E-Mail unter schullandschaft@stadt.wolfsburg.de.

Die wichtigsten Telefonnummern

Krankheitssymptome: Wer grippeähnliche Symptome hat (Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen, Atemproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen) und Kontakt zu einer infizierten Person hatte, sollte seinen Hausarzt anrufen. Nicht in die Notaufnahmen der Kliniken gehen.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Bereitschaftsdienstpraxis Wolfsburg 116117 (Öffnungszeiten: mittwochs und freitags 15 bis 22 Uhr, an den Wochenenden und feiertags 9 bis 22 Uhr). Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst könnte es zurzeit lange Wartezeiten geben. Daher die Bitte: Nur in dringenden Fällen anrufen.

Allgemeine Fragen zum Virus: Bei Fragen zum Coronavirus sollen sich die Bürger ausschließlich an das Bürgertelefon der Stadt Wolfsburg wenden. Erreichbar unter: 05361 28 28 28 von 10 bis 18 Uhr.

Bestimmte Risikogebiete gibt es nicht mehr. Es gibt stattdessen eine Quarantäne-Pflicht für alle, die aus dem Ausland einreisen.

Kein Kartenkauf in WVG-Bussen

Bei den Stadtwerken wurden bereits vor zwei Wochen alle Mitarbeiter der Unternehmensgruppe auf notwendige Hygienemaßnahmen hingewiesen. „Die Organisationseinheit, die sich mit dem Coronavirus auseinandersetzt, tagt regelmäßig, um die Lage entsprechend bewerten zu können“, betont Pressesprecherin Petra Buerke. Des Weiteren finde ein regelmäßiger Austausch statt, sowohl mit der Stadt Wolfsburg als auch mit anderen Behörden. „Viele unserer Mitarbeiter können mobil arbeiten, sodass wir den Betrieb unserer Infrastruktur und der diversen Dienstleistungen sicherstellen können, was nach wie vor unser oberstes Ziel ist“, so Buerke weiter. Zudem besteht die Möglichkeit, Anfragen per E-Mail oder Telefon zu stellen.

Die Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) verkauft auf Empfehlung des Verkehrsverbundes Region Braunschweig (VRB) seit Montag (16. März) keine Fahrkarten mehr in den Bussen. Die Fahrgäste werden gebeten, die Fahrkarten in den Vorverkaufsstellen zu erwerben. Der Einstieg ist nur an der hinteren Tür möglich. Seit Montag, 16. März, wird aufgrund der Schulschließungen nach dem Ferienfahrplan gefahren, erklärt Buerke.

Einrichtungen geschlossen, Veranstaltungen abgesagt

Aufgrund der Corona-Krise müssen etliche Veranstalter, Institutionen, Parteien und Vereine ihre Angebote stoppen und Termine absagen. Großveranstaltungen sind bis zum 31. August untersagt.

Vereine und Bäder

Das Badeland eröffnet am 13. Juni wieder. Dann greift Stufe 5. Die Pause wurde genutzt, die Arbeiten vorgezogen. Dazu heißt es: „Die umfangreichen Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten der Wasserspeicher sind bereits abgeschlossen.“

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Informationen für Unternehmen

Infos zu wirtschaftlichen Auswirkungen und finanziellen Fördermöglichkeiten für betroffene Unternehmen in der Corona-Krise gibt es beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter (030) 18615-1515 und beim Niedersächsischen Wirtschaftsministerium unter (0511) 120-7872. Weitere Hinweise bietet unter anderem die IHK Braunschweig auf ihrer Internetseite. Alle Informationen rund um Corona in unserer Region finden Sie hier:

Coronavirus in der Region – hier finden Sie alle Informationen

Die Arbeit der Polizei

Die Polizeiinspektion (PI) Wolfsburg-Helmstedt hat einen Plan ausgearbeitet, wie sie reagiert, wenn in den eigenen Reihen Corona-(Verdachts-)Fälle auftauchen könnten. Am Rande der Pressekonferenz zur Kriminalstatistik 2019 für die Stadt Wolfsburg erklärte Polizeichef Olaf Gösmann am 16. März, für den Fall werde er Personal innerhalb der Behörde umschichten. Oberstes Ziel sei es, die polizeiliche Präsenz und die Interventionsfähigkeit in Wolfsburg sowie im Kreis Helmstedt sicherzustellen. „Wenn sich die Situation verschärft und die Anzahl der Erkrankungen fortschreitet, hat das Vorrang vor Ermittlungen. Wenn das nicht reichen sollte, werden wir Dienststellen schließen – beginnend bei kleineren Stationen bis hin zu Kommissariaten, damit das Kommissariat in Helmstedt und der Einsatz- und Streifendienst in Wolfsburg aufrecht erhalten bleiben können.“ Die Polizei habe sich bereits neu aufgestellt. Das Vermeiden von Corona-Infektionen habe auf den Polizeiwachen höchste Priorität. Anzeigen sollten daher in nicht akuten Fällen via Internet erstattet werden: https://www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de

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