Jürgens alter Mini – das „Kloppo Car“ kommt nach Wolfsburg

Wolfsburg.  Ein Fanprojekt sammelt auf Jürgen Klopps altem Auto Unterschriften. Spielerinnen der VfL-Meistermannschaft sollen sich darauf verewigen.

Jürgen Klopp fuhr diesen Mini, als er Trainer in Mainz war. Ein Mitglied des Fanprojekts „Kloppo Car“ ersteigerte vergangenes Jahr das Auto, das von einem Künstler zu einem fahrenden Kunstwerk veredelt wurde.

Jürgen Klopp fuhr diesen Mini, als er Trainer in Mainz war. Ein Mitglied des Fanprojekts „Kloppo Car“ ersteigerte vergangenes Jahr das Auto, das von einem Künstler zu einem fahrenden Kunstwerk veredelt wurde.

Foto: Team Kloppocar

Jürgen Klopp – Superstar: 2019 gewann er mit dem FC Liverpool die Champions League und am Wochenende sicherte sich das Team die erste Meisterschaft des Vereins seit 30 Jahren. Geschichten schreibt auch sein alter Mini Cooper aus seiner Zeit als Trainer von Mainz 05. Das „Kloppo Car“ wurde vergangenes Jahr bei Ebay versteigert und nun gehört nun Klopp-Fans, die sich zum Fanprojekt „Wir lieben Fußball“ zusammengeschlossen haben.

Die Mitglieder kutschieren den Mini derzeit durch Fußball-Deutschland und sammeln Unterschriften von Fußball-Stars wie auch Fans – alles für einen guten Zweck. Dienstag kommen die Fußball-Enthusiasten nach Wolfsburg und wollen der Meistermannschaft der VfL-Frauen einen Besuch abstatten.

120 Porträts von Persönlichkeiten auf der Karosse

Dieses Auto fällt auf: Ein Dresdener Künstler verzierte die Karosserie mit Bildern, aus der Fußballer- und Trainerkarriere von Jürgen Klopp, beginnend vom ersten Jugendverein SV Glatten bis zum englischen Meister. Genauso sind Momente der Fußball-Weltgeschichte abgebildet. Das Auto ziert die Porträts von rund 120 Persönlichkeiten. Auch das Wort „Tor“ steht in 20 Sprachen auf der Karosserie. Neun Monate dauerte die künstlerische Auto-Aufbereitung.

Der Mini besuchte bereits Dresden, Leipzig, Berlin, Glatten, Dortmund, Mainz und München – überall wurden Unterschriften eingesammelt. Mehrere hundert seien es bereits.

Die letzte Station soll das Anfield-Stadion in Liverpool sein – wenn Corona es zulässt. Auf der Straße wird das „Kloppo Car“ aber nicht mehr gefahren - die Versicherung meine, der sei mittlerweile zu wertvoll, sagt Projektleiter „Tomtom“. Dienstagvormittag soll der Mini deshalb mit einem T5-Transporter nach Wolfsburg zum Trainingsgelände transportiert werden. Wenn alles klappt, sollen Spielerinnen der VfL-Meistermannschaft unterschreiben, eine Einladung wurde auch OB Klaus Mohrs ausgesprochen.

Der Kult-Mini soll erstmal doch nicht versteigert werden.

Die ursprüngliche Idee war, das Auto, auf dem sich schon so viele verewigt haben, für einen guten Zweck zu versteigern. Davon sei man abgerückt, erklärt Tomtom. „Bei uns hat sich schon ein Auktionshaus gemeldet, das sich die Rechte sichern wollte. Wir sehen aber die Gefahr, dass das Auto ein Geldsack kauft und es dann verschwindet. Das wollen wir nicht.“ Mittlerweile habe sich das „Kloppo Car“ auch zu einer immer größeren Sache entwickelt. Man wolle das nutzen und die Aufmerksamkeit auf verschiedene Punkte lenken, etwa auf den DFB und den Umgang mit Faninteressen, die Anerkennung des Fraußenfußballs oder von gleichgeschlechtlich lebenden Menschen, die auch Fußball spielen, erklärt Tomtom.

„Unser Projekt steht für die internationale Fußballfreundschaft, in der wir Jürgen Klopp als Symbol und Botschafter sehen. Fußball kennt keine Grenzen.“ Dies werde auch deutlich am Fanprojekt, dem Mitstreiter aus Deutschland wie etwa auch aus Bulgarien, England, Niederlanden, Spanien und Tschechien angehören. „Wir alle lieben Fußball!“

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