Bankangestellte verhindert in Wolfsburg dreisten Trickbetrug

Wolfsburg.  Eine Frau gibt sich am Telefon gegenüber einer 85-jährigen Wolfsburgerin als Enkelin aus, die kurzfristig 15.000 Euro benötigt.

Telefonisch hatte sich die angebliche Enkelin bei der Vorsfelderin gemeldet und angegeben, in Braunschweig einen Unfall gehabt zu haben. (Symbolfoto)

Telefonisch hatte sich die angebliche Enkelin bei der Vorsfelderin gemeldet und angegeben, in Braunschweig einen Unfall gehabt zu haben. (Symbolfoto)

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Dank einer aufmerksamen Bankangestellten wurde am Dienstagnachmittag eine 85 Jahre alte Rentnerin aus Wolfsburg nicht Opfer von dreisten Trickbetrügern. Das teilt die Polizei mit. Telefonisch hatte sich die angebliche Enkelin bei der Vorsfelderin gemeldet und angegeben, in Braunschweig einen Unfall gehabt zu haben. Daher benötige sie kurzfristig 15.000 Euro, bis die Versicherung ihr das Geld auszahle.

Bankangestellte verständigt die Polizei

Daraufhin war die 85-Jährige mit einem Taxi zu ihrer Bankfiliale gefahren, wo eine Filialmitarbeiterin nach Angaben der Polizei richtig reagierte und die Einsatzzentrale der Polizei verständigte. Mit einem Rückruf bei der tatsächlichen Enkelin, die im europäischen Ausland lebt, wurden die Anrufer als perfide Betrüger schnell enttarnt. Die Seniorin freute sich, dass sie ihr Erspartes wieder auf ihr Konto einzahlen konnte.

Polizei warnt vor der Masche – allein am 15. September ein halbes Dutzend Betroffene

Polizeiberater Mario Dedolf warnt vor dieser Masche: „Allein am Dienstag haben sich ein halbes
Dutzend Betroffene aus dem Wolfsburger Stadtgebiet und aus dem Landkreis Helmstedt in der Einsatzzentrale der Polizei gemeldet, die allesamt Anrufe von Trickbetrügern hatten.“ Jeweils seien hohe Geldsummen bis zu 30.000 Euro gefordert worden, so der Kriminalhauptkommissar. Als Legende hätten die Täter vorgegeben, das Geld für die Reparatur ihres Autos, für den Kauf einer Eigentumswohnung oder – wie im geschilderten Fall – zur Schadensregulierung nach einem Unfall dringend zu benötigen.

Alle Fälle hätten aber eins gemeinsam, erklärt der Präventionsexperte: Ein sofortiger Rückruf bei den nahen Verwandten entlarve die Anrufer umgehend als Straftäter. Bei derartigen Vorfällen sei stets, auch im Nachhinein, die Polizei einzuschalten.

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