Brandschutz in Wolfsburg: PUG wittert Geldverschwendung

Wolfsburg.  Adam Ciemniak und Velten Huhnholz glauben, dass drei angemietete Fluchttreppen Wolfsburg schon eine fünf- bis sechsstellige Summe gekostet haben.

Die provisorische Fluchttreppe am Freizeitheim West ist Velten Huhnholz (links) und Adam Ciemniak ein Dorn im Auge.

Die provisorische Fluchttreppe am Freizeitheim West ist Velten Huhnholz (links) und Adam Ciemniak ein Dorn im Auge.

Foto: Helge Landmann / regios24

Adam Ciemniak und Velten Huhnholz von der PUG befürchten, dass die Stadt Wolfsburg durch die Anmietung von Fluchttreppen Jahr für Jahr hohe Beträge in den Sand setzt.

In einem Onlinevideo rechnen die Mitglieder des Ortsrates Mitte-West vor, dass die „unansehnliche Fluchttreppe“ am Freizeitheim West auf dem Laagberg seit ihrem Aufbau rund 25.000 Euro Miete gekostet habe. Für zwei Treppen am Schullandheim in St. Andreasberg kommen sie sogar auf eine Summe von 76.800 Euro. Ciemniak und Huhnholz vermuten, dass es günstiger gewesen wäre, Brandschutztreppen zu kaufen.

Velten Huhnholz stellt Fragen zur Fluchttreppe am Freizeitheim

Genau wissen sie das allerdings nicht. Laut Velten Huhnholz handelt es sich um Schätzungen, die er für sich nach einem Gespräch mit einer Fachfirma schon nach unten korrigiert hat. In einer Anfrage an die Kommune erbat Huhnholz Ende Oktober konkrete Informationen. Der Parteiunabhängige will wissen, was der Aufbau am Freizeitheim gekostet hat, welche Mietkosten monatlich anfallen und wie lange das Provisorium noch dort stehen bleiben soll. Aus seiner Sicht muss im Samlandweg auf jeden Fall etwas passieren, schon allein, weil die Treppe verdreckt sei.

Was dran ist an der Kritik der PUG lässt sich bis auf Weiteres nicht klären. Aus den öffentlich einsehbaren Unterlagen zu den vom Rat verabschiedeten Brandschutzmaßnahmen geht oft nicht eindeutig hervor, welcher Posten wie teuer war und ob mit angemieteten Provisorien gearbeitet oder eine dauerhafte Lösung geschaffen wurde. Eine Anfrage an die Pressestelle half auch nicht weiter: Zunächst werde der Politik geantwortet, teilte sie mit. Nicht einmal, ob die Anlagen im Harz und auf dem Laagberg tatsächlich angemietet sind, wollte die Stadt Wolfsburg verraten – geschweige denn, wie viele angemietete Fluchttreppen insgesamt im Stadtgebiet stehen und was sie die Kommune pro Jahr kosten.

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