Altstadt-Bewohner in Fallersleben fordern Anwohner-Parken

Fallersleben.  Die Betroffenen fühlen sich unzureichend informiert. Der Ortsrat will im neuen Jahr die Parkgebühren-Einführung bewerten.

Seit September gibt es in Fallersleben Parkgebühren.

Seit September gibt es in Fallersleben Parkgebühren.

Foto: L. LANDMANN / rs24 (Archiv)

Mehrere Altstadt-Bewohner beschwerten sich am Dienstagabend im Ortsrat, dass mit Einführung der Parkgebühren nicht überall Anwohner-Parken ermöglicht wurde. Einer von ihnen behauptete sogar, nicht ausreichend darüber informiert worden zu sein und wollte wissen, warum die Anwohner der Marktstraße bei dem Thema nicht einbezogen worden seien. Was unter den Ortsratsmitgliedern für Stirnrunzeln sorgte.

Der Anwohner aus der Altstadt wollte auch konkret wissen, warum es für Marktstraßen-Bewohner keine Anwohner-Parkausweise gibt. Er habe ein denkmalgeschütztes Haus und dürfe beispielsweise keine Garage auf seinem Grundstück bauen. Ein anderer Betroffener schilderte, dass es schwierig sei mit der vier Monate alten Tochter, wenn man nicht in der Nähe parken könne. „Man muss sich mal in die Anwohner reinversetzen“, forderte er.

Etliche öffentliche Veranstaltungen zu Parkgebühren

Doch gerade das Thema Anwohner-Parken hatte der Ortsrat in seiner langwierigen Entscheidungsfindung für die Parkraumbewirtschaftung in der Fallersleber Altstadt eingehend betrachtet, wie auch Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (PUG) in ihrer ausführlichen Entstehungsgeschichte der Parkgebühren betonte, die sie den Betroffenen darlegte. Die Veranstaltungen und Sitzungen zu dem Thema – außer parteiinternen – seien öffentlich gewesen, „und es gab zwei Bürger-­Informationsveranstaltungen“.

Lediglich in der Sandkämper Straße sei Anwohner-Parken zugelassen worden, „weil sie in der Vergangenheit als Anwohner-Parkstraße ausgebaut wurde“, erläuterte Weist. Daher bleibe dieses Anrecht erhalten, aber „das ist kein Privileg, sondern ein Fakt, den man in die Entscheidung einbinden musste“.

Im ersten Quartal 2021 soll es Gespräche über die Parkgebühren geben

Die Ortsbürgermeisterin erklärte, dass es in den anderen Straßen keine Anwohner-Parkausweise geben soll, „denn sonst wären alle Parkplätze belegt“. Aktuell sei die Situation lediglich wegen der Corona-Pandemie etwas anders. Sie versicherte: „Wir haben auch im Ortsrat gerungen, wir haben es uns nicht leicht gemacht.“

Abschließend kündigte Weist an, dass es im ersten Quartal 2021 Gespräche des Ortsrats mit Verwaltung, Blickpunkt und Anwohnern geben solle. Die Fragestellung: „Wo kann man noch an einer Stellschraube drehen?“

Lesen Sie auch:

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder